Daimler mit flüssigem Wasserstoff Tanken bei minus 253 Grad

Foto: Daimler Truck 11 Bilder

Daimler Truck zündet beim Wasserstoffantrieb die nächste Stufe. Ein zweiter GenH2 Truck ist in der Erprobung. Was seine Besonderheiten sind.

Daimler Truck hat einen weiteren Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw in die Erprobung geschickt. Was ihn von seinem großen Bruder unterscheidet, der bereits zur Erprobung sowohl auf der hauseigenen Strecke als auch auf öffentlichen Straßen unterwegs ist: Der zweite GenH2- Prototyp tankt nicht gasförmigen, sondern flüssigen Wasserstoff (H2). Das ist für die Verantwortlichen bei Daimler Truck beim H2-Antrieb der favorisierte Aggregatszustand.

Flüssiger Wasserstoff mit höherer Energiedichte

„Der Energieträger hat in diesem Aggregatszustand im Vergleich zu gasförmigem Wasserstoff eine deutlich höhere Energiedichte, bezogen auf das Volumen“, teilt das Unternehmen mit. Dadurch könne mehr Wasserstoff transportiert werden, was die Reichweite deutlich erhöhe und so eine vergleichbare Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs mit der eines konventionellen Diesel-Lkw ermögliche. Daimler Truck strebt für den wasserstoffbetriebenen Truck eine Reichweite von 1.000 Kilometern und mehr an.

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Noch gibt es entlang öffentlicher Straßen in Deutschland keine Tankstellen für flüssigen Wasserstoff. Eine entsprechende Infrastruktur müsste erst aufgebaut werden, was Kritiker auf den Plan ruft. Sie führen an, dass Energieversorger nicht zwei Parallelnetze für gasförmigen und flüssigen H2 aufbauen können. Daimler Truck hat nun gemeinsam mit dem Energieunternehmen Air Liquide auf dem eigenen Gelände im Entwicklungs- und Versuchszentrum im Lkw-Werk Wörth eine prototypische Tankstelle in Betrieb genommen. Der Fahrer tankt den Wasserstoff bei minus 253 Grad Celsius. Am Lkw-Prototypen sind seitlich zwei Tanks montiert, die jeweils 40 Kilogramm des tiefkalten H2 aufnehmen können.

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Die Daimler Truck-Verantwortlichen bekräftigen, bei der Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs an ihrer Doppelstrategie festhalten zu wollen. Sie setzen auf batterieelektrische Lkw und wasserstoffbetriebene gleichermaßen. Ziel sei es, bis zum Jahr 2039 auf den globalen Kernmärkten nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb CO2-neutral sind.

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