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Tarifverhandlung in der Logistik gestoppt Verdi ruft zu Warnstreiks in der Logistik auf

Verdi fordert 15 Prozent mehr Lohn in der Speditions- und Logistikbranche Foto: maho - stock.adobe.com; Montage: Marcus Zimmer

Verdi erklärt die Tarifverhandlungen für das Speditions- und Logistikgewerbe in Niedersachsen für gescheitert. Was die Gewerkschaft für die rund 50.000 Beschäftigten vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) fordert.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die am 6. Februar 2024 begonnenen Tarifverhandlungen für das Speditions- und Logistikgewerbe in Niedersachsen für gescheitert erklärt. Die Verhandlungen sind ohne Ergebnis unterbrochen worden. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hat die Forderungen von Verdi als Provokation zurückgewiesen. Verdi bereitet sich nun auf Warnstreiks vor.

Verdi bereitet Warnstreiks in der Logistik vor

„Die Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, sagt Thomas Warner, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi. „Wer sich darüber beklagt, nicht ausreichend Arbeitskräfte zu finden, kann sich auf der anderen Seite nicht verschließen, die Bezahlungsbedingungen im Rahmen der Inflation nach oben anzupassen, damit die Beschäftigten ihren Lebensunterhalt weiter finanzieren können.“ Verdi werde jetzt an verschiedenen Standorten die Beschäftigten der Speditions- und Logistikbranche und einiger Paketdienste zu Warnstreiks aufrufen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Bei DPD in Melle war das bereits am gestrigen Donnerstag, 8. Februar 2024, der Fall. Weitere Arbeitsniederlegungen sollen folgen. „Wir hoffen, dass die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde ein verbessertes Angebot vorlegen und die Arbeit der Beschäftigten in der Branche somit besser würdigen“, erklärt Warner.

Das fordert Verdi für Mitarbeiter in der Logistik

Verdi fordert von der Arbeitgeberseite 15 Prozent mehr Lohn beziehungsweise Gehalt. Des Weiteren sollen die Jahressonderzahlung um 750 Euro für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie auch bei den Auszubildenden steigen. Die Gewerkschaft strebt dabei eine Laufzeit des Tarifvertrags von 11 Monaten an. Er würde dann bis zum 31. Dezember 2024 gelten.

Fahrer finden und binden geht nur mit mehr Lohn

Seit Jahren beklage die Speditions- und Logistikbranche den Arbeitskräftemangel und eine zunehmende Fluktuation innerhalb der Belegschaften. Insbesondere im Bereich der Berufskraftfahrer erhöhe sich der Fachkräftemangel in Deutschland pro Jahr um etwa 15.000 fehlende Fahrerinnen und Fahrer. „Nur wer seinen Arbeitnehmern vernünftige tarifliche Rahmenbedingungen bietet, wird Arbeitskräfte an sich binden können und auf dem Arbeitsmarkt neue Beschäftigte gewinnen“, erklärt Verdi-Verhandlungsführer Thomas Warner.

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