Kretschmann wirbt für Cellcentric Warum Brennstoffzelle zur Chefsache wird

Foto: Karl-Heinz Augustin

Cellcentric will in großem Stil Brennstoffzellen für Lkw bauen. Noch ist die Ansiedlung des Unternehmens am Standort Weilheim nicht beschlossen. Was Ministerpräsident Kretschmann nun erreichen will.

Die Ansiedlung einer Produktionsstätte zur industriellen Brennstoffzellenfertigung in Baden-Württemberg wird zur Chefsache. Am 12. April wird sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in der Stadt Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen) selbst ein Bild vor Ort machen, wie die Kommune ankündigt. Der Besuch steht in Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Gewerbeflächen im Gebiet Rosenloh.

Im Gebiet Rosenloh will sich das Unternehmen Cellcentric ansiedeln – das Joint-Venture zur Brennstoffzellenfertigung von Daimler Truck und der Volvo Group. Nach dem Besuch der Gewerbeflächen am Nachmittag ist eine Informationsveranstaltung für die Bürgerschaft geplant. Für Kretschmann hat das Vorhaben hohe Bedeutung – besonders mit Blick auf die weitere Entwicklung des Industriestandorts Baden-Württemberg.

Cellcentric: Bürgerentscheid am 24. April

Weilheims Oberbürgermeister Johannes Züfle will – wie er sagt – erreichen, dass sich „jede Bürgerin und jeder Bürger Weilheims selbst eine Meinung bilden kann“. Denn am 24. April findet ein Bürgerentscheid zum neuen Gewerbegebiet statt. Dann entscheidet sich, ob das aktuell im nahen Kirchheim unter Teck ansässige Unternehmen Cellcentric eine Produktion vor Ort vornehmen oder weiter nach geeigneten Flächen suchen muss.

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Die Stuttgarter Zeitung berichtet, dass es in Weilheim inzwischen zwei Gruppierungen gibt. Die vom örtlichen Gewerbeverein getragene setze sich für das neue Industriegebiet ein, die andere kritisiere den damit einhergehenden Flächenverbrauch und empfiehlt Cellcentric, bereits existierende industrielle Brachflächen anderswo in der Region zu nutzen. Das geplante Gewerbegebiet umfasst eine Fläche von rund 30 Hektar, die Hälfte davon benötigt demnach Cellcentric.

Wie der Zeitplan von Cellcentric aussieht

Cellcentric verfolgt dabei einen ehrgeizigen Zeitplan: „Angestrebt ist ein Baubeginn 2023“, hatte Cellcentric CEO Dr. Matthias Jurytko im Dezember gegenüber der Fachzeitschrift lastauto omnibus erklärt. Er möchte dort nicht nur die Produktion, sondern auch Forschung und Verwaltung ansiedeln. Aktuell arbeitet das Unternehmen dezentral an verschiedenen Standorten. „Wir gehen davon aus, dass rund 400 neue Arbeitsplätze im Endausbau des Werks geschaffen werden“, hatte Jurytko angekündigt.

Vor ziemlich genau zwei Jahren hatten Daimler Truck und die Volvo Group ihre Pläne zur gemeinsamen Brennstoffzellen-Fertigung vorgestellt. Beide Partner halten jeweils 50 Prozent an dem Unternehmen. Während die Schwaben alle bisherigen Brennstoffzellen-Aktivitäten in das Unternehmen einbrachten – vor allem die der Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH –, steuerten die Schweden reichlich Kapital bei: insgesamt 600 Millionen Euro.

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