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Corona-Krisengipfel mit Merkel

Autobauer fürchten um Lieferketten

VW Fertigung Foto: VW

Finanzieller Kollaps befürchtet: Deutschen Autohersteller fürchten um Zulieferkette. Krisengespräch mit der Bundesregierung.

Die deutschen Autohersteller fürchten um ihre Zulieferkette und haben das bei einem Krisengespräch mit der Bundesregierung thematisiert. Wie das „Handelsblatt“ nach Informationen von Teilnehmern weiter berichtet, drohe vielen Zulieferern schon in der kommenden Woche der finanzielle Kollaps. Die Autohersteller bereiteten sich darauf vor, „im Einzelfall strategisch wichtige Lieferanten zu stützen“.

Hochrangige Teilnehmer

An der Telefonsitzung waren neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Minister Peter Altmaier (Wirtschaft/CDU), Olaf Scholz (Finanzen/SPD), Andreas Scheuer (Verkehr/CSU), Hubertus Heil (Arbeit und Soziales/SPD) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sowie IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, VW-Chef Herbert Diess, BMW-Chef Oliver Zipse und Ola Källenius von Daimler beteiligt. Für die Zulieferer war VDA-Vorstand Arndt Kirchhoff und für die gesamte Autoindustrie war VDA-Chefin Hildegard Müller dabei.

Dramatische Lage in Südeuropa

Die vom Staat angekündigten finanziellen Hilfen müssten die Unternehmen schnell erreichen, betonte die Autoindustrie. Dramatisch sei die Lage für Betriebe in Spanien und Italien, wo allein der VW-Konzern bis zu 800 Lieferanten habe. Hier sei die Produktion zum Erliegen gekommen, die auch in Deutschland ohne diese Unternehmen nicht wieder anlaufen könne. Das Fehlen weniger Teile von dort könne auch hierzulande zum Stillstand der Bänder führen, berichtet die Zeitung. Italien und wohl auch Spanien bräuchten die Unterstützung der finanzstärkeren EU-Staaten, hieß es von Seiten der Autohersteller. Die Zulieferketten wieder zum Laufen zu bringen sei keine allein nationale Aufgabe. Das könne nur im internationalen Verbund gelingen.

Schutzmasken für die Mitarbeiter

In Deutschland wird dem Bericht zufolge in der Automobilindustrie derzeit damit geplant, die Produktion um den 20. April wieder anlaufen zu lassen. Dazu brauche es offene Grenzen, damit Komponenten frei durch Europa transportiert werden könnten. Um die Sicherheit der Mitarbeiter an den Bändern in Corona-Zeiten zu gewährleisten, erarbeite man derzeit Konzepte. In den großen Werken würden Schutzmasken zu Hunderttausenden gebraucht, und es gebe die Absicht, diese in großem Stil selbst herzustellen, so das Handelsblatt. Bis zum Sommer könne in den Autofabriken eine entsprechende Eigenfertigung aufgebaut werden.

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