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Zieldatum Januar 2020

VTL und Palletways fusionieren

Foto: VTL, Palletways; Montage: Oswin Zebrowski

VTL und Palletways wollen bis Januar 2020 ihre Netze zusammenlegen, um gemeinsam ein neues, engmaschiges Netzwerk für Stückgut in Deutschland zu schaffen.

Wie VTL-Geschäftsführer Andreas Jäschke gegenüber eurotransport.de sagte, gab es bereits Ende 2018 erste Gespräche, nachdem VTL zuvor ergebnislos mit den Netzwerken Star und ILN über eine Zusammenlegung verhandelt hatte. VTL und Palletways seien jeweils zu dem Schluss gekommen, dass eine Fusion machbar und von Vorteil sei, berichtet Jäschke. Im Vordergrund stehe dabei das Thema Netzwerksicherheit für die Partner und deren Kunden.

Hubs und Produktionsart haben Bestand

Dies bedeute für die mehr als 90 VTL-Mitglieder keine großen Veränderungen, auch nicht an der Produktion über den Hub in Fulda. Das Palletways-Hub in Knüllwald werde dann allerdings unter die Regie von VTL kommen und wie ein neues Hub im VTL-Netzwerk weitergeführt. An der eigentlichen Produktion ändere sich aber auch für die mehr als 60 Palletways-Mitglieder nichts, die Einfahrt in die Anlage und die seitliche Beladung bleiben demnach bestehen.

Laut Jäschke soll die Fusion in zwei Schritten ablaufen: Erst sollen die beiden Netzwerke zusammengeführt werden, um aus einem Netz zu produzieren. Zu diesem Zeitpunkt werde Palletways eine Minderheitsbeteiligung an VTL bekommen, mit der Option, zu einem späteren Zeitpunkt eine Mehrheitsbeteiligung zu erhalten. Sollte dieser Zeitpunkt komme, würde der Name VTL aufgegeben und das Netzwerk künftig unter Palletways Deutschland fortgeführt werden.

Depotanzahl reduzieren

In einer Studie haben die beiden Gesellschaften auch bereits ermittelt, wie das ideale gemeinsame Netz aussehen könnte. Dabei ist die Studie auf eine Depotanzahl von 130 gekommen, sagt Jäschke – derzeit würde die Zahl bei 150 Depots liegen. Bis Ende sollen dazu alle Partner kontaktiert werden. Der Vorteil im Zusammenlegen der Netze sei für die Partner, dass die Gebiete kleiner, der Nachlauf dafür aber auch kürzer und vor allem kostengünstiger werde.

Eine Option zur Fusion hat laut Jäschke wenig Sinn. „Entweder man entschließt sich zur Zusammenarbeit oder zur Fusion. Man sieht aber, dass die Zusammenarbeit, wie sie von manchen im Stückgutmarkt bereits betrieben wird, nicht die entsprechenden Synergien und Erfolge bietet. Ich bin daher für einen klaren Schnitt – aus zwei mach‘ eines“, sagt der VTL-Geschäftsführer. „So können wir ein starkes Netzwerk in Deutschland bilden und auch die weiteren europäischen Netze von Palletways nutzen und an unser Netz anbinden.“

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