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Ministerpräsident Kretschmann

Euro-5-Fahrverbote in Stuttgart verhindern

Fahrverbot, Euro-5, Winfried Kretschmann, Kretschmann, Grüne Foto: Cevahir

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist zuversichtlich, dass sich Euro-5-Fahrverbote in Stuttgart verhindern lassen.

Dies sagte Kretschmann bei einer Veranstaltung der Grünen-Landtagsfraktion in Stuttgart. Für die langfristige Zukunft betrachtet der Ministerpräsident das Dieselproblem als „gelöst“. Denn es seien jetzt Dieselfahrzeuge der neuesten Generation mit sauberen Motoren auf dem Markt. Ebenso verwies Kretschmann auf die neuen Prüfzyklen, die auf dem Ausstoß im Realverkehr basieren. Es gebe allerdings ein Geschwindigkeitsproblem. „Wie schnell sich das Dieselproblem lösen lasst, kann ich jetzt noch nicht sagen“, so der Ministerpräsident. Er versicherte: „Wir arbeiten mit allen Kräften daran, weitere Fahrverbote für Euro-5-Diesel zu verhindern.“ Dies erklärte auch Andreas Schwarz, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stuttgarter Landtag, gegenüber trans aktuell und ergänzte: „Wir setzen sehr stark darauf, dass die Menge der Stickoxide durch Flottenerneuerung abnimmt.“

Jährlich 100.000 Lkw zusätzlich

Kretschmann verwies ebenso darauf, dass „unser Verkehrssystem aus allen Nähten platzt.“ Der Straßenverkehr nehme weiter zu, vor allem der Güterverkehr. „Allein in Deutschland sind drei Millionen Lkw auf der Straße, jährlich kommen 100.000 hinzu“, stellte Kretschmann fest. Viele Konsumenten seien an diesem Trend beteiligt. „Der rasant wachsende Online-Handel schlägt hier voll durch.“ Die Folgen seien immer mehr und längere Staus. „Vergangenes Jahr hat es in Deutschland 1,5 Millionen Staukilometer gegeben“, führte der Ministerpräsident aus. „Eine Blechschlange, die 38 mal um den Erdball reicht“, so Kretschmann. „Staus schaden dem Klima und unserer Wirtschaft, die mit ihren genau getakteten Produktionsprozessen auf einen fließenden Verkehr angewiesen ist.“

Beitrag zur CO2-Reduktion

Der Ministerpräsident mahnte zudem an, der Verkehrssektor müsse einen höheren Beitrag zur CO2-Reduktion leisten. So sei der Verkehr in Baden-Württemberg für etwa ein Drittel aller Treibhausgase verantwortlich. Zudem hat der Verkehrssektor seit 1990 nichts an CO2 eingespart – im Gegenteil: Der Verkehrssektor emittiert elf Prozent mehr CO2 seit 1990. Andere Sektoren waren hier erfolgreicher. Die Landwirtschaft sparte 20 Prozent ein, die Industrie 44 Prozent. „Wir müssen weg von der fossilen Mobilität hin zu emissionsfreier Mobilität“, forderte Kretschmann.

Ladeinfrastruktur mit E- und Gastankstellen

Mit Blick auf die Ladeinfrastruktur für E- und Gastankstellen erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann gegenüber trans aktuell, das Land Baden-Württemberg fördere Ladestationen, Gastankstellen sowie Wasserstofftankstellen. Jedoch müsse auch die Privatwirtschaft ihren Beitrag leisten, so Hermann.

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