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Verlader und Spediteure

Meinungsvielfalt beim Atemschutz

Fahrer mit Atemschutzmaske, Corona Foto: GCD Glomb Container Dienst, Montage: ETM

Sollen Lkw-Fahrer beim Be- und Entladen Atemschutzmasken tragen? Darüber gehen die Meinungen bei Spediteuren und Verladern auseinander.

Dies zeigt eine Umfrage von trans aktuell bei Spediteuren und Verladern. Dr. Stefan Brucker, Geschäftsführer der Spedition Brucker aus Aalen, meint, dass die Fahrer beim Be- und Entladen entweder eine Schutzmaske tragen oder im Lkw sitzen bleiben sollten. „Allerdings ist das Verbleiben im Lkw schwer umzusetzen, da einige Kunden darauf bestehen, dass die Fahrer be- und entladen.“ Darüber hinaus verlaufe die Versorgung mit Masken sehr schleppend und sei keineswegs ausreichend, sagt Dr. Brucker. So wartet der Spediteur bereits seit drei Wochen auf Lieferungen und hofft nun, in dieser Woche beliefert zu werden.

Nach Ansicht von Andreas Diez, Geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Diez aus Kirchheim unter Teck, müssen Fahrer nicht unbedingt eine Atemschutzmaske tragen. Er erklärt gegenüber trans aktuell, die Atemschutzmasken seien gegenwärtig in Kliniken und Pflegeheimen besser aufgehoben. Jedoch sind die Mitarbeiter von Diez angewiesen, den Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Am besten ist es laut Diez, wenn die Kunden selbst be- und entladen würden, „so, wie es auch das Gesetz vorsieht."

Kontaktlose Zustellung

Dr. Michael Bargl, Geschäftsführer von IDS Logistik, erklärt gegenüber trans aktuell, dass die Fahrer des Netzwerks seit dem 25. März kontaktlos zustellen. Diese Maßnahme ist zunächst bis Ende April befristet. Dafür stellen die Fahrer die Ware am bisher üblichen Platz des Empfängers ab. Statt einer Unterschrift auf dem Scanner wird der Empfänger gebeten, auf dem Packstück- oder Adresslabel zu unterschreiben. Der Fahrer setzt auf dem Scanner den Status „Ware abgestellt“ und wird von der Scanner-Software aufgefordert, ein Foto von dem unterschriebenen Label und eines von der abgestellten Sendung zu machen. Status und Fotos sind dann mit dem Tool IDS Track & Trace einsehbar. Unterstützend sollen die Fahrer, sofern vorhanden, Masken tragen. Unabhängig davon sollen die Fahrer so weit als möglich in der Fahrerkabine bleiben, so Dr. Bargl.

Wie sieht es bei den Verladern aus? Aldi Süd erklärt gegenüber trans aktuell, für die Fahrer gebe es an den Filialen keine Mundschutz-Pflicht. Entsprechende Masken müssen zunächst in ausreichender Zahl verfügbar sein, bevor eine solche Maßnahme realisiert werden könne, so Aldi Süd. Zudem habe der Medizin- und Pflege-Sektor Priorität bei der Versorgung mit Masken, erklärt der Discounter. Und: „Wir beobachten die Situation jedoch fortlaufend, stehen im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und behalten uns vor, auch kurzfristig entsprechend flexibel zu reagieren und die Schutzmaßnahmen in unseren Filialen zu erweitern.“

Ähnlich verfährt Konkurrent Lidl. Dort gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Vorgaben für Lkw-Fahrer, eine Atemschutzmaske zu tragen, erklärt eine Sprecherin gegenüber trans aktuell. Jedoch: „Wir bitten die Fahrer, sich an die zu Corona-Zeiten geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu halten. Nach eigenen Angaben beobachtet Lidl die aktuelle Situation sehr genau und betont: „Aktuell fehlen in ganz Deutschland Atemschutzmasken. Sollte es zu einer behördlichen Anordnung kommen, müssen wir uns mit den entsprechenden Behörden über das weitere Vorgehen abstimmen.“

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