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trans aktuell-Symposium

Sicherheit zahlt sich aus

Edeka Südbayern Standort Landsberg Foto: Edeka Südbayern

Auffahrunfälle auf der Autobahn, Abbiegunfälle in der Stadt - trotz sinkender Unfallzahlen sind Lkw-Unfälle stark im Fokus der Öffentlichkeit. Sicherheit und Riskmanagement sind daher die Themen des vierten trans aktuell-Symposiums am 6. November. Gastgeber ist Edeka Südbayern.

Die Zahl der Lkw-Unfälle hat in den vergangenen Jahren abgenommen, aber die Unfallschwere ist meistens besonders hoch. Abbiegeunfälle in der Stadt oder Auffahrunfälle auf den Autobahnen geraten dabei besonders in den Blick der Öffentlichkeit. Denn die Folgen solcher Unfälle sind meist schwere Personen- und Sachschäden, ein hoher Aufwand bei Rettungsarbeiten und Verkehrsbeeinträchtigungen, aber auch ein immenser Imageschaden für die Branche und das betroffene Unternehmen. Das hat darüber hinaus bei jedem gleich wie schweren Unfall mit wirtschaftlichen Folgekosten – direkten und indirekten – zu kämpfen. Mehr Sicherheit im Fuhrpark zahlt sich also immer aus.

Vollautomatisches Zentralager

Das ist auch Thema des vierten trans aktuell-Symposiums dieses Jahres, das am Mittwoch, 6. November, stattfindet. Angelehnt an einen aus der Werbung bekannten Claim heißt das Motto „Wir lieben Lebensmittel – und Sicherheit“. Denn zu Gast ist die Veranstaltung bei Edeka Südbayern, genauer im Logistikzentrum Landsberg am Lech, aus dem heraus rund 500 Edeka-Märkte in der Region Allgäu, Schwaben und Raum München beliefert werden. Betriebsleiter Patrick Zurheide informiert über die Details des Logistikkomplexes, in dem etwa vollautomatisch und ohne Personaleinsatz Auftragspaletten und Rollcontainer filialgerecht bestückt werden. In der Mittagspause haben die Teilnehmer optional die Möglichkeit, sich die High-Tech-Anlage auch persönlich anzusehen.

Abbiegewarner für Lkw entwickelt

Was Edeka Südbayern in puncto Technik und Sicherheit in der eigenen Flotte zu bieten hat, wird Anton Klott aufzeigen: Der technische Leiter hat nicht nur den ersten nachrüstbaren Abbiegewarner für Lkw entwickelt, sondern setzt bei der Ausstattung der Edeka-Flotte auf zahlreiche Sicherheitsfeatures. Welche das sind, zeigt er vor Ort am Beispiel eines Lang-Lkw, der für Edeka Südbayern unterwegs ist.

Systeme im Praxistest

Die derzeit verfügbaren Abbiegeassistenten stehen auch im Mittelpunkt eines gemeinsamen Feldversuchs des baden-württembergischen Verkehrsministeriums und des Verbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL). Dabei werden die unterschiedlichen Technologien der Systeme verglichen. Wie die erste Bilanz der an dem Projekt teilnehmenden Unternehmen ausfällt, wird VSL-Projektleiterin Isabelle Holder erstmals auf dem Symposium berichten.

Nachrüstbare Fahrassistenzsysteme

Die richtige Fahrzeugtechnik kann viele Gefahrensituationen entschärfen – Notbremssysteme sollen etwa die auch für den Lkw-Fahrer gefährlichen Auffahrunfälle verhindern. Auch Knorr Bremse, Hersteller von Brems- und Steuersystemen für Nutzfahrzeuge, hat sich das Thema Fahrassistenzsysteme auf die Fahnen geschrieben und klärt beim Symposium darüber auf, welche nachrüstbaren Systeme es gibt.

Warum Handeln notwendig ist

Was ein Unfalltod etwa für die Angehörigen bedeutet, berichtet Anton Schnürer, der seine Tochter bei einem Abbiegeunfall verloren hat. Was das Thema Sicherheit aus rechtlicher Sicht bedeutet, zeigt der Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht Tom Petrick von der Bayreuther Kanzlei F.E.L.S. anhand des Themas Halterpflicht auf. Denn wenn es bei einem Lkw-Unfall etwa zu einem Personenschaden kommt, sind auch Vorstand oder Geschäftsführer als Fahrzeughalter im Fokus der Behörden.

Rechtliche Folgen

Triftige Argumente für eine Verhaltensänderung kann auch Markus Mertens, Polizeihauptkommissar Land NRW und Fachreferent der Kanzlei Voigt, liefern: Mittels eines so genannten Stresstests im Fuhrpark analysiert er die Verstöße des Fahrpersonals, etwa bei Lenk- und Ruhzeiten. Beim trans aktuell-Symposium berichtet er über die häufigsten Mängel, die er dabei findet.

Aus seiner täglichen Praxis berichtet auch Klaus Jung, Richter am Amtsgericht Baden-Baden, der etwa die häufigsten Erklärungsversuche zur Unfallursache benennen kann. Für Unternehmer interessant sind aber auch seine Erfahrungsberichte darüber, wie Gerichte zunehmend mit dem Thema Gewinnabschöpfung umgehen. Diese kann die Polizei schon bei Ordnungswidrigkeiten anordnen.

In Riskmanagement investieren

Ralph Feldbauer, Leiter Riskmanagement der Allianz Versicherung aus München, kann ebenfalls aus seiner langjährigen Praxis darlegen, warum Riskmanagement eine richtige und ernstzunehmende Investition in den Fuhrpark ist. Der Sicherheits- und Versicherungsprofi zeigt zudem auf, welche aktuellen Entwicklungen es in der professionellen Schadenprävention gibt.

Schulung verhindert Unfälle

Welche Lösungen und Möglichkeiten es rund um das Thema Unfallvermeidung gibt, ist ein weiterer Programmpunkt des Symposiums: Fahrlehr-Profi Stephan Landgraf von der Firma Fuhrparkplus aus Regensburg zeigt, wie man durch die richtige Schulung Schäden beziehungsweise Unfälle verhindert, bevor sie entstehen. Dass mangelnde Zeit oder Gelegenhiet dabei keine Ausrede sein muss, zeigt Andreas Rinnhofer, Geschäftsführer des Unternehmens Inn-ovativ aus Kiefersfelden, das sich auf Online-Fortbildungen spezialisiert hat. Er berichtet über die Möglichkeit, Fahrer per E-Learning zu unterweisen.

Motivation zur Prävention

Was Riskmanagement für die Schadensquote in der Flotte bewirkt, kann auch Andreas Lüer vom Baustoff-Unternehmen Bauking aus Iserlohn aus erster Hand berichten. Er erzählt davon, wie das Unternehmen inzwischen erfolgreich Motivation als Präventionsvehikel einsetzt – und damit die Schäden bei den 150 eigenen Lkw gering hält.

Anmeldung und Infos

Am besten also gleich Plätze sichern:. Die Teilnahmegebühr beträgt 290 Euro (netto) pro Person. Rabatte gibt es für trans aktuell-Abonnenten, Dekra-Mitglieder und Mitglieder des Landesverbands Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT). Mehr Infos und Anmeldung unter: eurotransport.de/tasymposien

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