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Start-up Smartlane

Transport automatisieren

Foto: Smartlane

Start-up Smartlane bietet Lösung zur Optimierung des Transports. Zielkunden kommen vornehmlich aus dem Mittelstand.

Eine cloudbasierte Software zur Optimierung und Automatisierung der Transportlogistik ist das Herzstück des Start-ups Smartlane aus München. Das Unternehmen arbeitet inzwischen auch mit Großkunden wie Metro zusammen – aber auch Mittelständler brauchen Unterstützung bei der Digitalisierung. Der Meinung ist Gründer und Geschäftsführer Florian Schimandl. „Größere Unternehmen haben meist einen eigenen Digital Officer, Mittelständler aber suchen meist einen Partner, der sie bei der Digitalisierung unterstützt“, sagt er. Start-ups würden diese Partnerfunktion erfüllen. Auch Smartlane zählt sich noch zu den Start-ups, obwohl laut Schimandl mittlerweile mehr als 20 Unternehmen die Lösung zur Optimierung und Automatisierung der Transportlogistik nutzen.

Selbstlernende Lösung entlastet Disponenten

Herzstück ist die „Transport Intelligence“, eine Ressourcen-und Tourenoptimierung mittels KI. Die selbstlernende Software kann einkommende Aufträge entsprechend der eingegebenen Parameter – sämtliche Kundenwünsche, übliche Beladezeiten an den Rampen, Ladekapazitäten –automatisch auf die richtigen Touren und an die entsprechenden Fahrer leiten – und das auch bei verschiedenen Depotstandorten oder im Rahmen von Netzwerkverkehren. Dies ist sowohl für die eigene Flotte als auch im Rahmen der Steuerung fremder Fahrzeuge möglich. Das Ergebnis der Optimierung spielt die Software dann ad hoc den Mitarbeitern zu, etwa den Tourenplan an das Telematikgerät des Fahrers. Dabei kann die cloudbasierte Lösung schneller als ein Disponent entscheiden, und integriert außerdem aktuelle Verkehrsprognosen in ihre Berechnungen. „Die selbstlernende Lösung entlastet den Disponenten, ersetzt ihn aber nicht vollständig – er soll jederzeit seine Einflussmöglichkeit behalten“, sagt Schimandl. Denn unvorhergesehene Ereignisse werde es immer geben, und dann müsse ein Disponent operativ eingreifen.

Doch nicht nur die tägliche Tourenoptimierung ist im Blick des Start-ups, unter dem Stichwort „Transport Mining“ können insgesamt alle Transportprozesse des Kunden ganzheitlich analysiert und optimiert werden. Dabei arbeitet die Smartlane-Lösung laut Schimandl Szenario-basiert: Ausgerichtet etwa rein auf Kostenoptimierung, eine Verbesserung der Servicequalität, oder die Einhaltung der Lieferzeitfenster. „Um Touren zu optimieren und Kapazitäten effizienter zu nutzen, ist es mitunter etwa empfehlenswert, Gebietsbindungen aufzulösen und Touren und Gebiete neu zu verteilen, was auch Auswirkungen auf die Lagerstandorte hat“, gibt Schimandl ein Beispiel. Den Zugang zum IT-System des Kunden bietet eine Schnittstelle, die mit allen gängigen TMS-Systemen, SAP und Warehouselösungen kompatibel ist – „Smartlane funktioniert dabei als weiteres Funktionsmodul“.

Und warum brauchen Mittelständler eine digitale Lösung zur Tourenoptimierung? „Viele arbeiten trotz TMS noch zu viel mit einer manuellen Disposition. Dabei sind die Prozesse und die Qualität im Transport schwer messbar, weil keiner sagen kann, wie gut seine Disponenten wirklich sind“, sagt Schimandl. Über eine Software wie Smartlane lassen sich demnach die Kosten reduzieren und die Servicequalität deutlich verbessern, so der Start-up-Gründer. Dabei sei die Geschäftsbeziehung nicht nur einseitig: „Wir wollen nicht nur mehr Kunden, sondern wir wollen Partner. von denen auch wir etwas lernen können“.

Das Unternehmen

  • Smartlane wurde 2015 von dem Gründerteam aus Florian Schimandl, Mathias Baur und Monja Mühling, das sich von der TU München kannte, ins Leben gerufen
  • Das Unternehmen hat neun Mitarbeiter

Mittelstand und Digitalisierung

Fünf Tipps von Smartlane-Chef Florian Schimandl für Mittelständler:

  • Keine Angst vor der Cloud haben
  • Keine monolithischen IT-Systeme aufbauen, besser: modulare Strukturen wählen, so können Systeme leichter ersetzt werden
  • Systeme mit einfacher Nutzung und ohne hohen Schulungsaufwand wählen
  • Offen sein für neue Lösungen, Experimente wagen – aber auch inne halten, um Prozesse zu überdenken
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