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Straße weltweit unter Druck

IRU beklagt mangelnde Koordination

Foto: peterschreiber.media - stock.adobe.com

Die Sicherheitsstandards und Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer müssen dringend vereinheitlicht und die Grenzen für den Warenverkehr offen gehalten werden.

Das fordert die Internationale Straßentransport Union (IRU) in einem Appell an die Politik weltweit. Die mangelnde Koordination bei der globalen Antwort auf Covid-19 sei besorgniserregend.

Pandemie gemeinsam bewältigen

Ein vorangegangener Aufruf habe nur geringe Wirkung gezeigt, kritisiert der Verband. „Wir sind außerordentlich besorgt über den Mangel an Koordination und einzelstaatliche Maßnahmen“, sagte IRU-Generalsekretär Umberto de Pretto. Die Weltgemeinschaft könne diese Pandemie nur durch gemeinsames Handeln bewältigen.

Kostenlose Virustests für Fahrer

Damit die Straße weiter die Grundversorgung gewährleisten könne, dürften Fahrer ohne Krankheitssymptome nach einem internationalen Transport nicht in eine zweiwöchige Quarantäne gezwungen werden. Vielmehr müssten kostenlose Virustests und Hygieneeinrichtungen zur Verfügung stehen.

Der Flickenteppich bei Kontrollen an den Staatsgrenzen müsse aufhören, verlangt die Organisation. Nötig seien einheitliche Regeln auf der Basis internationaler Standards.

Finanzhilfe für kleine Unternehmen

Etwa 90 Prozent der Transportleistung auf der Straße werde von kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) erbracht, die als erste finanzielle Unterstützung brauchten, betont die IRU. Viele seien jetzt in ihrer Existenz bedroht und es würden immer mehr, je länger die Krise dauere. Nur mit Soforthilfen ohne bürokratischen Aufwand ließen sich dauerhafte Schäden für Lieferketten und Wirtschaft verhindern.

Positive Maßnahmen für die Branche

Positiv sei, dass beispielsweise China die Mautgebühren für alle Fahrzeuge bis zum Ende der Pandemie gestrichen habe. KMU, die wichtige Güter und Grundbedarf transportierten, stünden bei Finanzspritzen ganz oben. In Nordamerika hätten die Regierungen ihr Grenzmanagement koordiniert und die EU habe Vorrangspuren für Lkw eingeführt. „Die Regierungen müssen über ihre individuellen Interessen hinaus blicken und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen“, mahnte de Pretto. Dies sollte koordiniert unter der Leitung globaler Institutionen geschehen.

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