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Plattform Hära lädt zum Gesundheitskongress

Wohlbefinden der Mitarbeiter im Fokus

Die Einkaufsplattform Hära veranstaltet am 17. April erstmals einen Gesundheitskongress. Geschäftsführer Hans-Peter Häbele will die Branche zum Umdenken anregen: "Viele legen den Fokus beim Personal nur auf die Kosten".

Die Oldtimermanufaktur B26 in Schwäbisch Gmünd ist für Hans-Peter Häberle ein Symbol, das sich auch auf die Kooperation Hära übertragen lässt: Alternativen suchen und finden, Mitstreiter sammeln, Synergien nutzen – das sind laut dem Geschäftsführer auch die Ideale der Plattform Hära. Das alte Fabrikareal in der Stauferstadt teilen sich ein Kompetenzcenter für historische Fahrzeuge inklusive Werkstatt und Ausstellungsfläche und ein Gastronomieunternehmen mit Kaffeerösterei und Shop. Darüber hinaus ist ausreichend Raum für Konferenzen und Veranstaltungen – auch für den ersten Gesundheitskongress der Kooperation Hära am 17. April.

"Erfolg, Synergie, Gesundheit" sind die Schlagworte für die Kooperation mit Sitz in Schwäbisch Gmünd. Den Zusammenschluss haben Häberle und seine Mitstreiter 2013 initiiert, im Frühjahr 2015 wurde die Plattform offiziell gegründet. Rund 700 Mitglieder gehören ihr inzwischen an – darunter zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich Transport und Logistik, aber auch aus Industrie, Handel und Handwerk, sowohl national als auch international. Die große Anzahl erklärt Häberle mit dem Multiplikatoreffekt: Jeder trägt die Leistung des anderen mit. Ziel von Hära sei es, mit dem eigenen Angebot nicht nur selbstständige Unternehmen, sondern auch gezielt Kooperationen anzusprechen und so einen Hebeleffekt für alle Beteiligten zu erzielen.

Getreu dieser Linie hat Hära Vereinbarungen etwa mit der Speditionskooperation für Teilladungsverkehre PLA sowie dem Mittelstand-Netzwerk Kolos getroffen – dadurch können die Mitglieder auch die Leistung des jeweiligen anderen Netzwerks nutzen. Zudem arbeitet Hära mit den Stückgutkooperationen VTL, ILN und Star sowie mit der Kooperation Dialog. Natürlich gibt es durch Rahmenverträge auch günstige Einkaufsmöglichkeiten etwa für Kraftstoff, Berufsbekleidung oder Reifen. Das aktuellste Angebot stammt aus der Zusammenarbeit mit Fumo, einem Dienstleister für Compliance Management. Hans-Peter Häberle und seine Mitstreiter haben die Plattform aber systematisch weiterentwickelt.

Entwicklung unterstützen

"Wir wollen als Plattform die Lösungen umsetzen und nutzbar machen, die für ein einzelnes Unternehmen oder eine einzelne Kooperation nicht machbar sind", sagt Häberle. Vor allem beim Thema Entwicklung und Forschung will Hära für seine Mitglieder vorangehen – denn genau für diese Bereiche fehlt es bei mittelständischen Unternehmen oft an den Kapazitäten. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem Start-up Swoplo im Bereich Lademittel-Management: "Das betrifft viele unserer Mitglieder – ob aus dem Bereich Transport und Logistik oder aus der verladenden Industrie", sagt Häberle. Zusammen mit dem App-Dienstleister hat die Plattform eine Lösung entwickelt, in der die Mitglieder untereinander Ladungsmittel tauschen können; laut Häberle sollen jetzt auch physische Depots für die getauschten Ladungsmittel entstehen.

Akademie für Best-Practice-Lösungen

Die nächsten Pläne drehen sich um ein Akademie-Angebot: Mitglieder sollen dadurch etwa Best-Practice-Lösungen vermittelt bekommen, Schulungsangebote nutzen können und die Möglichkeit erhalten, das Thema Organisationsentwicklung im eigenen Unternehmen anzugehen. "Dass wir das Thema Personal-Findung und -Motivation in das Angebot von Hära aufnehmen, ist resultierend aus vielen intensiven Gesprächen mit den Mitgliedern", sagt der Hära-Geschäftsführer.

Viele Unternehmen hätten bisher den Fokus beim Personal zu sehr auf die Kosten gelegt. "Die Lösung liegt aber darin, den Mitarbeiter als Mensch zu betrachten, sich um seine Gesundheit zu kümmern und einen Wissenstransfer und eine Vereinfachung der Prozesse anzustreben", sagt Häberle, der als Unternehmer diese Prozesse 2017 im eigenen Unternehmen mit rund 140 Mitarbeitern angestoßen hat. Mithilfe des ortsansässigen Rechberg-Instituts ist die Organisationsentwicklung seines Unternehmens mittlerweile umgesetzt. "Inzwischen sind wir schon so weit, dass alle Mitarbeiter das Bewusstsein haben, dass sie Verantwortung tragen und tragen dürfen – das ist eine tolle Entwicklung."

Für Häberle zeigt der Prozess, wie wichtig es ist, auf den Wandel in der Branche zu reagieren. "Die Unternehmen brauchen eine neue Denke, die gleichfalls in der Wertschöpfung zu Buche schlägt", erläutert der Logistiker. Statt den Preis von dem Kunden diktiert zu bekommen und anschließend die Ressource Mensch auszubeuten, sollte die Branche einen fairen Preis für ihre Leistung verlangen – einen Preis, mit dem auch die Mitarbeiter ordentlich bezahlt werden können. Was die Unternehmen darüber hinaus für einen gesunden und zufriedenen Mitarbeiter leisten können, soll der Hära-Kongress vermitteln.

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