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Neuigkeiten auf der IAA 2018

Was Hersteller und Zulieferer verkünden

Traton, Andreas Renschler Foto: Kai-Uwe Knoth

Traton, MAN, Daimler, Volvo Trucks, Schmitz Cargobull oder ZF - schon zu Messebeginn verkünden die Aussteller viel Neues für die Mobilität der Zukunft.

Es kann losgehen: Die IAA Nutzfahrzeuge ist eröffnet. Mehr als 2.100 Aussteller aus 50 Ländern sind laut Verband der Automobilindustrie (VDA) am Start. Auf 282.000 Quadratmetern sind in Hannover bis 27. September die Trends und Innovationen der Nutzfahrzeug-Welt zu bestaunen. „Im Mittelpunkt stehen Digitalisierung, Vernetzung, automatisiertes Fahren, Elektromobilität und urbane Logistik“, erklärte VDA-Präsident Bernhard Mattes

Erstmals stellen sich die Schwestergesellschaften MAN und Scania unter der neuen Dachmarke Traton vor. Scania-Chef Henrik Henriksson ließ keinen Zweifel daran, dass sein Unternehmen bei alternativen Antrieben eine Vorreiterrolle anstrebt. Alle elf gezeigten Fahrzeuge laufen mit alternativen Antrieben oder Kraftstoffen. Als „das Beste aus zwei Welten“ bezeichnet Scania Hybridfahrzeuge, die die Vorteile eines konventionellen mit denen eines elektrischen Antriebs kombinieren. Die neue Generation der vorgestellten Hybrid-Lkw kann bis zu zehn Kilometer rein elektrisch fahren. Vor allem Unternehmen in der City-Logistik könnten von diesem Angebot profitieren.

MAN Truck & Bus-Vorstand Joachim Drees stellte den innerstädtischen Verkehr in den Mittelpunkt: MAN wolle helfen, die Lebensqualität in den Städten zu verbessern und fokussiere sich zusammen mit Volkswagen auf die letzte Meile, „und die gehört künftig den alternativen Antrieben“. Die IAA bedeute für MAN nicht nur den offiziellen Start des MAN eTGM in der Testphase mit dem Council für nachhaltige Logistik (CNL) in Österreich, sondern auch eine Weltpremiere des MAN CitE.

Premiere für den CitE

Das Fahrzeugkonzept eines 15 Tonners ist laut Drees speziell für den innerstädtischen Lieferverkehr ausgelegt – weite Fahrertüren, ein besonders niedriger Einstieg, große Seitentüren sowie ein elektrischer Antrieb, der 100 Kilometer Reichweite schafft.

Auch bei Daimler ist vieles in Bewegung: Nutzfahrzeugvorstand Martin Daum verkündete gute Geschäfte – 13 Prozent Absatzplus bei den Lkw im ersten Halbjahr. „Für das laufende Jahr sind wir ausverkauft“. Zum anderen gab er Auskunft über das Zukunftsthema Elektromobilität, bei dem Daimler Qualität vor Schnelligkeit setze. „Unser Portfolio ist jetzt schon einmalig in seiner Bandbreite, und wir werden es ständig ausbauen.“ Auch Daimler startet laut Stefan Buchner, Leiter von Mercedes Benz Trucks, in Sachen elektrisches Fahren mit großen Schritten in Richtung Serienreife – bei den Lkw im Testbetrieb sei eine Reichweite von 250 Kilometern kein Problem.

Vorhang auf hieß es für den neuen Actros, der laut Buchner rund 60 Neuigkeiten enthält – darunter den Active Drive Assist für teilautomatisiertes Fahren, den Active Brake Assist 5 und ein neues Multimedia-Cockpit. „Elektrisch, vernetzt, automatisiert – wir stellen die Produkte dafür vor“, hieß es.

Bei Volvo stehen die Zeichen auf E-Mobilität

Auch bei Volvo Trucks stehen die Zeichen auf E-Mobilität. So verkauft der Lkw-Hersteller ab 2019 in Europa vollelektrische Lkw für den städtischen Lieferverkehr und die Abfallwirtschaft. Die Modelle Volvo FL Electric und FE Electric sollen einen saubereren und leiseren Stadtverkehr ermöglichen. „Gewerbliche Aufgaben können nun leise und ohne Abgase in den frühen Morgenstunden oder spät abends verrichtet werden”, erklärte Volvo Trucks-Präsident Claes Nilsson. Die Modelle FL Electric und Volvo FE Electric sind mit Gesamtgewichten von 16 bis 27 Tonnen erhältlich und haben eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern.

Beim Trailerhersteller Schmitz Cargobull hat die Digitalisierung Priorität. Vorstandschef Andreas Schmitz kündigte Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro am Standort Vreden an. „Wir wollen dort ein digitales Werk aufbauen“, erklärte er. Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Auch an anderer Stelle spielt die Digitalisierung eine große Rolle: Schmitz Cargobull will künftig alle Sattelkoffer S.KO Cool serienmäßig mit Telematik ausrüsten.

ZF arbeitet daran, zukunftsfähige und kosteneffiziente Konzepte für die gesamte Logistikkette zu entwickeln – von der ersten bis zur letzten Meile. Hier stehen automatisierte Fahrfunktionen sowie cloud-basierte und vernetzte Lösungen im Fokus. Als Antwort auf den Päckchen-Boom stellt ZF das rein elektrisch angetriebene Fahrzeug „Innovation Van“ vor. Es ist mit einem Algorithmus ausgestattet, berücksichtigt Empfängerwünsche in Echtzeit und berechnet die effizienteste Zustellroute. Der „Innovation Van“ unterstützt den Paketboten aktiv und sucht während der Zustellung selbständig den nächsten freien Parkplatz.

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