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Neues Logistikzentrum in Ellwangen

Möbelspedition Hirsch steigt in Kontraktlogistik ein

Foto: Matthias Rathmann

Die Spedition Hirsch aus Ellwangen macht sich zum 125. Geburtstag selbst ein Geschenk und nimmt am 11. Mai eine neue Logistikhalle in Betrieb.

Tradition und Moderne sind kein Widerspruch: 125 Jahre nach ihrer Gründung erschließt sich die Möbelspedition Hirsch aus Ellwangen im Ostalbkreis neue Geschäftsfelder, ohne dabei das angestammte Möbelgeschäft zu vernachlässigen. Der Bezug einer neuen Logistikhalle wenige Hundert Meter vom Firmensitz entfernt gibt ihr die Chance, in die Kontraktlogistik einzusteigen und ihr Portfolio zu diversifizieren.

Die Eröffnung des ersten Hallenabschnitts ist für 11. Mai geplant, der Spatenstich für das zweite, baugleiche Gebäude soll in Kürze erfolgen. Die beiden Hallen verfügen über 16.000 Quadratmeter Logistikfläche, die der Generalunternehmer Traub aus Aalen auf einer Grundstücksgröße von 33.000 Quadratmetern realisiert. Die Spedition Hirsch nimmt die Eröffnung des ersten Abschnitts zum Anlass, um gleichzeitig ihr 125-jähriges Bestehen zu feiern.

Läuft alles nach Plan, ist das Lager zur Eröffnung gefüllt

Für Geschäftsführer Eugen Markus Hirsch, der auch im Vorstand des Verbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL) tätig ist und dessen Möbelsparte leitet, markiert der 11. Mai ein besonderes Datum. Von diesem Tag an wird sein Unternehmen zum Logistikdienstleister und Mehrwertdienste für Kunden aus weiteren Branchen als der Möbelindustrie erbringen. Läuft alles nach Plan, ist das Lager zur Eröffnung bereits gefüllt beziehungsweise sind die Palettenstellplätze vertraglich bereits gebunden.

Für sein Unternehmen birgt der elf Millionen Euro teure Neubau durchaus Risiken. „Es ist die größte Investition in unserer Geschichte“, berichtet Hirsch im Gespräch mit trans aktuell. „Wir gehen dieses Wagnis aber ganz bewusst ein“, ergänzt er und führt an, dass Logistikflächen in der Automobilregion Baden-Württemberg rar seien. Der Bedarf werde weiter steigen, sagt er. Vor vier Jahren sei die Stadt auf ihn zugegangen – wissend, dass er Flächen suchte. So hatte sich die Spedition das Gelände im Industriegebiet Neunheim/Neunstadt direkt an der A7 frühzeitig gesichert.

Foto: Matthias Rathmann
„Seit wir mit den Hallen werben können, werden wir am Markt ganz anders wahrgenommen.“ Geschäftsführer Eugen Markus Hirsch zu den Reaktionen auf das Logistikzentrum in Ellwangen.

Ein weiteres Argument für das Engagement in der Logistik ist für Geschäftsführer Hirsch die Risikostreuung. Die Möbelsparte sei über Jahrzehnte die sichere Bank gewesen. Für sie habe er so gut wie keine Werbung machen müssen. Gute Referenzen und Empfehlungen brachten Folgeaufträge. Garantien, dass dies so bleibt, gebe es aber nicht. „Jetzt haben wir die Chance, in andere Marktsegmente einzusteigen“, sagt er.

Vor den neuen Aufgaben hat der Spediteur hinreichend Respekt. Seine Mitarbeiter und er müssten sich weiteres Know-how aufbauen . Doch zahle sich die Mühe aus. „Seit wir mit den Hallen werben können, werden wir am Markt ganz anders wahrgenommen“, berichtet er.

Hirsch will 10 bis 20 zusätzliche Mitarbeiter einstellen

Der 54-Jährige möchte für die neuen Aufgaben 10 bis 20 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Die Belegschaft würde in der Firmengruppe dann auf mehr als 100 wachsen. Zur Gruppe zählen auch die auf Neumöbellogistik und Umzüge spezialisierte Spedition Lindenmeyer in Crailsheim und das Unternehmen Hirsch+Werries, dessen Spezialität Möbellieferungen an Privatkunden und Objektlogistik sind.

Hauptstandbein der Speditioin Hirsch wiederum ist das Geschäftsfeld Hermes Einrichtungs-Service; für Hermes betreibt Hirsch Zwei-Mann-Zustellungen an Privatleute im Radius von 100 bis 120 Kilometer um Ellwangen. 140.000 B2C-Sendungen liefert Hirsch jährlich aus – seien es die neue Couch oder der trendige Side-by-Side-Kühlschrank, für den sogar vier Leute benötigt werden. Täglich muss das Hirsch-Team Termine und Liefervoraussetzungen mit 500 bis 600 Kunden abstimmen. Ebenfalls Teil des Portfolios von Hirsch sind Umzüge, Neumöbel- und Lagerlogistik und allgemeine Transporte. Die Kontraktlogistik als jüngste Säule rundet das Ganze nun ab – und Spediteur Eugen Markus Hirsch fühlt sich damit für die Zukunft gerüstet.

Das Unternehmen

Die Hirsch Spedition beschäftigt in Ellwangen rund 60 Mitarbeiter, zur Gruppe gehören auch die Speditionen Lindenmeyer (Crailsheim) und Hirsch+Werries. Schwerpunkt sind Logistikaufgaben für den Hermes Einrichtungs-Service mit Zwei-Mann-Zustellung, hinzu kommen Umzüge, Neumöbellogistik und allgemeine Transporte. Aktuell betreibt das Unternehmen 6.000 Quadratmeter Umschlagfläche, hinzu kommen 16.000 Quadratmeter reine Logistikfläche durch die neuen Hallen. Geschäftsführer Eugen Markus Hirsch (4. Generation) ist seit 1994 an Bord und seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter. Er leitet das Unternehmen mit seiner Frau Bettina. Ihr Sohn Hannes sieht nach erfolgreichem Studienabschluss an der DHBW Mannheim seine Zukunft ebenfalls in der Logistik.

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