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Neuer Forschungsgruppe an der Frankfurt UAS

Wissenschafter tüfteln an der City-Logistik

Elektro, Stadtverkehr, E-Lkw, grün, City, Verteiler, E-Lkw, green, City-Logistik Foto: Elnur Amikishiyev/Fotolia

Der Lieferverkehr in den Innenstädten ist zum Problem geworden, dessen sich jetzt eine neue Forschungsgruppe der Frankfurt University of Applied Science annimmt. Sie will Lösungen für Kommunen und Logistiker finden.

In zweiter Reihe parkende Kep-Fahrzeuge, mehr Fahrzeuge insgesamt - der zunehmende Lieferverkehr in den Städten bereitet Kommunen und Logistiker Kopfzerbrechen. Eine neue Forschungsgruppe der Frankfurt University of Applied Science (UAS) will sich daher mit dem Thema befassen. Nach Angaben der UAS wird die Forschungsgruppe „ReLUT – Research Lab for Urban Transport“ noch im September ihre Arbeit aufnehmen. "ReLUT befasst sich mit den verkehrlichen und logistischen Herausforderungen, denen sich Städte und Kommunen sowie die entsprechenden Logistik-Unternehmen beim Lieferverkehr heute und in der Zukunft stellen müssen", heißt es in einer Mitteilung.

Die Gruppe wird sich dabei in erste Linie auf die Kurier-Express-Paket(KEP)-Branche konzentrieren. Sie befasst sich aber auch mit Themen wie dem betrieblichen Mobilitätsmanagement und der verkehrlichen und wirtschaftlichen Analyse von Betriebsflotten, also dem Fuhrpark eines Unternehmens. Nach Angaben der UAS hat die Wissenschaft den Wirtschaftsverkehr bislang oft nur disziplinär betrachtet, die neue Forschungsgruppe setze hingegen explizit auf Interdisziplinarität: Prof. Dr. Petra K. Schäfer vom Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik, Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke und Prof. Dr. Tobias Hagen vom Fachbereich Wirtschaft und Recht stehen für die jeweiligen Teilbereiche. Praxispartner sind das House of Logistics & Mobility (HOLM), die Wirtschaftsförderung Frankfurt sowie das Unternehmen Frankfurt Economic Development.

"Wir fokussieren uns auf die KEP-Branche, da diese in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 4,3 Prozent pro Jahr wuchs. Aufgrund dieses Wachstums stehen die KEP-Unternehmen und mit ihnen auch die Kommunen vor dem Problem, den daraus resultierenden ansteigenden Verkehr effizient, umwelt- und umfeldverträglich abzuwickeln", sagt Schocke. "Dabei steht insbesondere die sogenannte ‚letzte Meile‘, also die Übergabe vom Lieferanten zum Endkunden, im Fokus, da hier, aufgrund der begrenzten Flächenkapazitäten im innerstädtischen Straßenraum, besonders viele Nutzungskonflikte auftreten", betont Schäfer. "Die KEP-Dienstleister sind dabei, neue Belieferungsstrategien zu entwickeln, es fehlen jedoch Datengrundlagen zu den verkehrlichen Auswirkungen dieser neuen wie auch der etablierten Konzepte. Diese Daten sind aber notwendig, um innovative Ideen zu bewerten und Handlungsempfehlungen für die Verkehrspolitik abzuleiten", ergänzt Hagen. Die drei Forschenden können hierbei auf frühere gemeinsame Forschungsprojekte von Schäfer und Schocke aufbauen und sie um die Expertise von Hagen im Bereich quantitativer Methoden und Daten erweitern.

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