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CBRE über Logistikimmobilien Steigen die Mietpreise weiter?

Garbe Industrial Real Estate vermietet an Amazon Foto: Bremer Stuttgart

Laut dem Investor CBRE verzeichnet der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt ein Rekordquartal. Warum das kein Grund zum Feiern ist.

Im ersten Quartal 2022 erreichte der deutsche Industrie -und Logistikimmobilienmarkt nach Angaben des Investors CBRE einen Flächenumsatz von 2,4 Millionen Quadratmetern. Verglichen zum ersten Quartal 2021 sei dies ein Anstieg um 15 Prozent. Nüchtern betrachtet handelt es sich dabei um das stärkste Auftaktquartal aller Zeiten – mit einem „Schönheitsfehler“.

Großabschlüsse verfälschen das Ergebnis

Von den eingangs erwähnten von 2,4 Millionen Quadratmetern entfallen jedoch allein 327.000 Quadratmeter auf die Tesla-Produktion in Grünheide bei Berlin. Weitere 189.200 Quadratmeter Fläche gehen auf das Konto des Amazon-Neubaus in Kaiserslautern. Schon diese beiden Großabschlüsse beeinflussen die Flächenanteile mit Blick auf Eigennutzern und Neubauten massiv.

Onlinehändler und Logistik im Rückwärtsgang

Demensprechend, sozusagen Tesla geschuldet, stieg der Anteil von Produktionsunternehmen um elf Prozentpunkte auf 30 Prozent. Etwas verwunderlich: Trotz Amazon ging der Anteil von Handelsunternehmen – inklusive Onlinehändlern – um acht Prozentpunkte auf 36 Prozent zurück. Logistiker wiederum verzeichneten ebenfalls einen Rückgang auf 26 Prozent.

Die Kehrseite der Medaille im Immobilienmarkt

„Auch ohne die Flächen von Tesla setzt der Markt zum Jahresanfang seine hohe Dynamik von mehr als zwei Millionen Quadratmetern Flächenumsatz pro Quartal fort“, stellt Rainer Koepke, Head of Industrial & Logistics bei CBRE in Deutschland, fest. In den Top-5-Märkten stieg der Flächenumsatz im Vorjahresvergleich um 42 Prozent an. Ohne Tesla aber gab es de facto einen Rückgang um 18 Prozent. Lediglich in München stieg der Flächenumsatz an. Jenseits der Top-Märkte betrug das Wachstum sechs Prozent. So weichen die Nutzer laut Koepke mehr auf großflächige Angebote aus – vor allem in östlichen Bundesländern inklusive Berlin.

Wie es bei den Mieten weitergeht

Die durchschnittliche Spitzenmiete der Top 5 stieg im Vorjahresvergleich um gut sechs Prozent auf 6,84 Euro pro Quadratmeter im Monat an. Dr. Jan Linsin, Head of Reserach bei CBRE in Deutschland, befürchtet aber weitere Mietanstiege: „Im Jahresverlauf sind weitere Anstiege bei den Mietern zu erwarten – sowohl weil die Baukosten für Neubauten mit Blick auf Grundstücke und Materialien ansteigen als auch weil die Eigentümer bei den aufgerufenen Mieten die Inflation berücksichtigen dürften“. So lasse – auch bei bereits bestehenden Verträgen – die Inflation die Mieten weiter ansteigen.

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