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Kühne+Nagel-Bilanz 2020

"Das Jahr war eine Achterbahn"

Foto: Kühne + Nagel

Mit einem geringen Umsatzminus und einem neuen Rekordergebnis hat der Logistikkonzern Kühne+Nagel das Jahr 2020 abgeschlossen.

Dabei war das Jahr aufgrund der Corona-Pandemie "eine Achterbahn", sagte Detlef Trefzger, CEO von Kühne+Nagel (K+N), bei der digitalen Bilanzpressekonferenz. Vor allem der globale Lockdown im zweiten Quartal bremste den Logistikkonzern mit Sitz in Schindellegi in der Schweiz aus. "Im dritten und viel stärker im vierten Quartal haben wir dann ein Momentum gesehen, dass uns viel stärker wieder aus der Situation herausgetragen hat", sagte Trefzger. Für das laufende Jahr 2021 erwartet der CEO "ähnlich bewegte Zeiten", wenn auch mit einem anderen Vorzeichen.

Negative Währungseffekte verringern Rohertrag

Die Bilanz 2020 fällt laut einer Pressemitteilung zwar "bemerkenswert gut" aus, Umsatz und Rohertrag lagen aber dennoch unter Vorjahr. Bei letzterem habe sich laut Finanzvorstand Markus Blanka-Graff vor allem die großen negativen Währungseffekte auf Seiten des Schweizer Frankens bemerkbar gemacht, die sich aber durch alle Beitragsstufen zogen. "Bei einem Nettoeffekt von sechs Prozent auf den Rohertrag fehlen 500 Millionen Schweizer Franken - das ist ein ziemlich großer Betrag".

Der Nettoumsatz betrug demnach im Gesamtjahr 2020 knapp 20,4 Milliarden Schweizer Franken oder 18,4 Milliarden Euro, und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent zurück; der Rohertrag belief sich auf 7,4 Milliarden Franken (rund 6,6 Milliarden Euro); 6,3 Prozent weniger als 2019. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei knapp einer Milliarde (903 Millionen Euro) und damit nur wenig über dem Vorjahresniveau. Der Reingewinn ging um 1,4 Prozent auf 789 Millionen zurück (713 Millionen Euro).

Große Nachfrage nach Luftfracht

Bezogen auf die einzelnen Geschäftssparten machte die Luftfracht der Konzernführung sicherlich am meisten Freude - laut Trefzger war sie die bevorzugte Transportart in der Pandemie, um wichtige Güter wie Pharma und Systemrelevante Güter schnell transportieren zu können.Der Nettoumsatz 2020 verbesserte sich demnach gegenüber dem Vorjahr um 11,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Schweizer Franken (CHF) oder 4,7 Milliarden Euro, das Ebit legte um 53,5 Prozent auf 505 Millionen CHF (456 Millionen Euro) zu.

Bei der Seefracht machte sich im ersten Halbjahr deutlich der Lockdown bemerkbar, im zweiten Halbjahr erholte sich der Bereich aber wieder und generierte aufs ganze Jahr gesehen einen Nettoumsatz von 7,1 Milliarden CHF (6,4 Milliarden Euro), 4,1 Prozent weniger als 2019. Das Ebit lag bei 423 Millionen CHF (382 Millionen Euro), ein Minus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Landverkehr gab es mit einem Minus von 10,2 Prozent beim Nettoumsatz den größten Rückgang in den vier Geschäftsfeldern, der Umsatz belief sich auf 3,2 Milliarden CHF (2,89 Milliarden Euro), das Ebit lag mit 62 Millionen CHF (56 Millionen Euro) 20,5 Prozent im Minus.

Im Bereich Kontraktlogistik machten sich in der Jahresbilanz Einmaleffekte durch Verkäufe, etwa der britischen Kontraktlogistikaktivitäten, bemerkbar: Der Nettoumsatz fiel um 9,7 Prozent auf 8,8 Milliarden CHF (7,95 Milliarden Euro), der Gewinn vor Steuern und Zinsen gng um fast 60 Prozent auf 80 Millionen CHF oder 72 Millionen Euro zurück.

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