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Komplett gestörte Lieferketten

Globaler Container-Stau bis 2022

Hafen Stuttgart Foto: Matthias Rathmann

Containerschiffe im Stau vor US-Häfen belasten die globalen Lieferketten in ungekanntem Ausmaß. Die Wartezeit übersteigt acht Tage, ein neuer Rekord in der Pandemie.

Die durchschnittliche Wartezeit stieg auf 8,5 Tage, verglichen mit 7,6 Tagen Ende August, berichtet Bloomberg unter Berufung auf den Hafen von Los Angeles. Über 55 Schiffe stauten sich am Wochenende vor der kalifornischen Küste, vor Los Angeles und Long Beach. Ihre Ladekapazität entspreche zusammen etwa 375.000 20-Fuß-Containern. Aufgrund des extremen Andrangs gab es keine Ankerplätze mehr, so dass eine Rekordzahl von 17 Schiffen in sogenannten Driftzonen warten musste.

Hapag-Lloyd: Normalisierung frühestens 2022

Bei der deutschen Reederei Hapag-Lloyd geht man davon aus, dass sich die Lage in der Containerschifffahrt frühestens im ersten Quartal 2022 wieder normalisieren könnte. Durch Konjunkturprogramme überall auf der Welt sei die Nachfrage drastisch gestiegen. „Wir tun, was wir können“, sagte ein Sprecher. Angesichts des Wirtschaftswachstums habe man Container und auch insgesamt zwölf Containerschiffe mit 23.500+ TEU bestellt. Die Riesen können aber erst ab 2023 ausgeliefert werden. Aktuell sei der Chartermarkt komplett leergefegt, sagte der Sprecher. Engpässe sah er insbesondere auf der Landseite bei Häfen, Terminals und Hinterlandverkehren.

Von einer Einhaltung der Fahrpläne kann bei den großen Reedereien insgesamt kaum noch die Rede sein, sie bewegt sich seit Jahresbeginn bis Ende Juli zwischen 35 Prozent und 40 Prozent, berichtet Lieferkettenanalyst Sea-Intelligence. Im Juli 2021 sank demnach die Pünktlichkeit um 3,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat auf 35,6 Prozent. „Im Jahresvergleich ist die Pünktlichkeitsrate sogar um 39,7 Prozentpunkte gesunken“, betont CEO Alan Murphy.

Nischen-Reeder zuverlässiger

Kleinere Containerlinien seien weitaus zuverlässiger als Branchengrößen wie Maersk oder CMA CGM, hält Sea-Intelligence fest. Dabei sei der Leistungsunterschied so groß wie seit 2011 nicht mehr. So seien Nischen-Reedereien im Juni und Juli um acht bis elf Prozent pünktlicher gewesen als ihre großen Konkurrenten.

Maersk Line war im Juli 2021 die zuverlässigste der 14 größten Reedereien mit einer Quote von 47,3 Prozent. Hamburg Süd war die einzige andere Reederei mit einer Pünktlichkeit von mehr als 40 Prozent. Nur vier Reedereien lagen zwischen 30 Prozent und 40 Prozent, darunter auch Hapag-Lloyd. Sechs weitere erreichten zwischen 20 Prozent und 30 Prozent und die beiden übrigen lagen unter 20 Prozent. Evergreen wies im Juli 2021 mit 16,2 Prozent die geringste Fahrplanzuverlässigkeit auf.

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