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Insolvenz bei Railrunner

Infrastrukturprobleme und Zahlungsziele als Auslöser

Foto: Railrunner

Der KV-Dienstleister mit einer Verbindung zwischen Bratislava und Braunschweig steckt in Zahlungsschwierigkeiten.

Am 18. Januar 2019 hat das Amtsgerichts Hamburg die vorläufige Insolvenzverwaltung über die Railrunner Europe angeordnet und Rechtsanwältin Dr. Susanne Riedemann als Insolvenzverwalterin bestellt. Das Unternehmen möchte sich nach eigenen Angaben im Regelinsolvenzverfahren sanieren und neu strukturieren. Das im Jahr 2015 von der amerikanischen Muttergesellschaft Railrunner NA Inc. gegründete Unternehmen Railrunner Europe GmbH mit Sitz in Hamburg hat in den vergangenen 18 Monaten hauptsächlich huckepack-kranfähige Megatrailer, Wechselbehälter, Container und Taschenwagen zwischen Bratislava, Slowakei, und Braunschweig eingesetzt. Die Kunden kamen hauptsächlich aus der Automobilbranche.

Als Gründe für den Misserfolg nennt das Unternehmen etwa die langen Wartezeiten beim Be- und Entladen von Anhängern in Werken und Lagern, wodurch die Kosten für die erste und letzte Meile erhöht wurden. Auch Infrastrukturprobleme, etwa auf der Strecke längs der „einzigartigen Route durch das Elbtal“ nennt Railrunner als Ursache.

Auch die Nachfrage nach extrem langen Zahlungsfristen durch Kunden in den Marktsegmenten, die das Unternehmen bedient, habe zur Zahlungsunfähigkeit geführt. „Auch die jüngsten extremen Wetterbedingungen in Südostdeutschland und Südosteuropa sowie die allgemeinen Aussichten für die Industrie haben den Umsatz und die Cashflows zusätzlich unter Druck gesetzt“, so das Unternehmen.

Geschäftsführer der Railrunner Europa und CEO der Muttergesellschaft Railrunner NA, Inc. mit Sitz in Lincoln, USA, Charles Foskett, lobt in einem Statement die enormen Fortschritte bei der Erbringung konsistenter und qualitativ hochwertiger Dienstleistungen mit traditionellen intermodalen Taschenwagen und GPS-fähiger Anhänger. Er fügt hinzu: „Auch wenn weiterhin große Herausforderungen bestehen, so werden wir in diesem stärker kontrollierten Umfeld die Möglichkeit haben, einige der externen Effekte des Marktes zu mildern und uns auf unsere internen Abläufe zu konzentrieren und unsere finanzielle Leistungsfähigkeit zum Vorteil aller unserer Kunden und Geschäftspartner zu verbessern.“

Der seitherige Geschäftsführer Gerhard Oswald zieht sich auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung zurück und will damit dazu beitragen, mögliche Interessenskonflikte aus seiner Verantwortung für die eigene Beratungsgesellschaft Gomultimodal und der Geschäftsführung für die Railrunner Europe zu vermeiden. Oswald war seit 2015 Geschäftsführer der Railrunner Europe. Aktuell sind Charles Foskett und James Matthew Whiten Geschäftsführer der Railrunner Europe.

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