Gefälschter Führerschein

Wenn der Lappen plötzlich weg ist

führerschein Foto: Jan Bergrath

Bei einer Polizeikontrolle flog ein deutscher Lkw-Fahrer mit einem gefälschten Führerschein aus Belgien auf. Die Folge: zwei Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Die zweitägige Sonderkontrolle der Polizei Mitte Mai im Märkischen Kreis in NRW zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, den Schwerverkehr nie aus den Augen zu lassen. Besonders auffällig war laut einer Meldung ein deutscher Fahrer aus Bayern, der den Beamten dabei einen gefälschten belgischen Führerschein aushändigte. "Fährt ein Fahrer mit einem illegal erworbenen Führerschein oder mit einem gefälschten Führerschein, ist dies eine Urkundenfälschung und strafbar", so Matthias Pfitzenmaier. "Das sind zwei Straftaten, die in Tateinheit gewertet werden. Das schwerere Delikt ist die Urkundenfälschung, die Strafe wird um einen vom Gericht festzusetzenden Bruchteil für das Fahren ohne Fahrerlaubnis erhöht."

Immer wieder gibt es im Netz Meldungen, dass vor allem Fahrer aus Osteuropa mit gefälschten Führerscheinen ertappt werden. Die Gründe, warum ein deutscher Lkw-Fahrer seinen Führerschein einbüßt, sind vielfältig. Die geringste Einschränkung für einen Fahrer besteht dann, wenn er im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens oder im Rahmen eines Strafverfahrens nur zu einem Fahrverbot verurteilt wird. Dann muss er für die Dauer des Fahrverbots seinen Führerschein in amtliche Verwahrung geben und darf kein führerscheinpflichtiges Fahrzeug mehr führen. "Tut er dies doch, begeht er ein Fahren ohne Fahrerlaubnis", warnt Pfitzenmaier. "Bei einem bloßen Fahrverbot wird nach Ablauf der Fahrverbotsdauer, die zwischen einem und sechs Monaten liegt, der Führerschein wieder an den Betroffenen herausgegeben. Es gibt keine weiteren Maßnahmen gegen den Betroffenen."

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