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Transportwelt

Südwesten will Logistik fördern

Südwesten will Logistik fördern

Otto-Normalbürger reduziert die Logistik auf den Lkw. Das muss aufhören, findet Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP). „Mit etwa 18.000 Unternehmen und einem Vorkrisenumsatz von 33,4 Milliarden Euro rangiert die Logistik im Land direkt hinter dem Fahrzeug- und Maschinenbau“, erklärte er vorige Woche beim 3. Logistikkongress Baden-Württemberg in Stuttgart.

Nur kaum jemand scheint es zu wissen. Deshalb gilt es nach Ansicht des Liberalen, dieses Informationsdefizit über die Bedeutung der Branche dringend abzubauen. Und da viele die Logistik mit dem Lkw gleichsetzen, verbinden sie die Branche auch mit Lärm, Abgasen und Unfällen. Pfister hat sich daher zusätzlich vorgenommen, das Image der Branche in der Öffentlichkeit zu verbessern. Er ermunterte die Teilnehmer: „Bringen Sie die Logistik auch in Ihrem ganz individuellen Umfeld weiterhin ins Gespräch.“

Beides - der Abbau des Informationsdefizits und die Verbesserung des Images - seien die zentralen Handlungsfelder bei der Förderung des Logistikstandorts, erläuterte Pfister. Der Minister baut dabei auch auf Unterstützung durch die Logistik-Image-Kampagne. Pfister ist Schirmherr dieser vor drei Jahren durch die Verkehrs- und Logistikverbände im Land gegründete Initiative.

Um die Bekanntheit der Branche zu steigern, aber vor allem auch, um die Akteure miteinander in Kontakt zu bringen, betreibt das Wirtschaftsministerium seit zwei Jahren auch ein entsprechendes Informationsportal (www.logistik-bw.de) im Internet. „In knapp zwei Jahren konnten durch dieses Portal mehr als 30.000 unterschiedliche Nutzer erreicht werden“, bilanzierte der Politiker.

Die Vernetzung soll jedoch nicht nur virtuell erfolgen. Die Akteure aus der baden-württembergischen Logistikbranche sollen auch persönlich in Kontakt kommen und sich über Herausforderungen und Lösungsansätze austauschen können, findet der Minister. Das neue Logistiknetzwerk für Baden-Württemberg soll dafür den Weg ebnen.
Hier werden in den nächsten Monaten und Jahren das Kooperationszentrum Logistik aus Kornwestheim und das Centrum für Verkehr und Logistik an der Dualen Hochschule Mannheim gefordert sein. Zusammen gelang es den beiden Akteuren, sich bei einem landesweiten Wettbewerb durchzusetzen und für diese Aufgabe zu qualifizieren. Mit einer Summe von bis zu 500.000 Euro wird die öffentliche Hand die beiden Partner unterstützen. Das Geld kommt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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