ETM Fehrenkötter Praxistest

Michelin Dauer-Roller

ETM Fehrenkötter Praxistest Foto: Karl-Heinz Augustin 3 Bilder

Der ETM-Fehrenkötter-Praxistest lebt davon, dass die Lkw nicht unter sterilen Bedingungen antreten, sondern im echten Transportalltag. Für die Chancengleichheit dabei unerlässlich: einheitliches Schuhwerk.

Sieben Lkw aller sieben großen europäischen OEMs treten zum dritten ETM-Fehrenkötter-Praxistest an. Über drei Jahre und mehr als 300.000 Kilometer werden sie sich beweisen müssen. Wind und Wetter sind die Gespanne dabei ausgesetzt, außerdem werden sie von Landmaschinen über Traktoren bis zu Transportern und Wohnwagen unterschiedlichste Ladegüter schultern. Viele Unwägbarkeiten also, denen man für beste Chancengleichheit mit großer Sorgfalt begegnen muss.

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So wird die Disposition auf eine gleichmäßige Verteilung der Touren auf die sieben Testteilnehmer achten, die zudem von den Herstellern selbst in einem abgesteckten Rahmen möglichst ideal auf den Praxistest vorbereitet werden durften. In Sachen Triebstrang beispielsweise hatten die Lkw-Bauer zwischen 450 und 500 PS komplett freie Wahl. Vorgegeben war allerdings die Auswahl des Fahrerhauses – und ganz wichtig: die Testbereifung von Motorwagen und Anhänger. Immerhin sind die schwarzen Gummis die einzige Verbindung zwischen Lkw und Straße, mit einem entsprechend großen Einfluss nicht nur auf das Fahrverhalten, sondern auch den Kraftstoffverbrauch.

Jeder Reifen hat vier Leben

Joachim Fehrenkötter, Geschäftsführer von Fehrenkötter Transport & Logistik, vertraut hier traditionell auf den Praxistestpartner Michelin. Seit weit mehr als 20 Jahren sei man Großkunde des Reifenherstellers. Warum? "Weil Michelin die Versprechen in Bezug auf die Langlebigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Reifen wirklich hält", sagt Fehrenkötter. Auf der Antriebsachse hielten die Michelin-Pneus zum Beispiel auch mal bis zu 300.000 Kilometer; und die Karkassen selbst noch weit länger. "Jeder Reifen hat bei uns vier Leben. Er wird neu gekauft, dann nachgeschnitten, dann runderneuert und dann noch mal nachgeschnitten", erklärt der Geschäftsführer. Bis zu eine Million Kilometer seien damit je Karkasse möglich. Fehrenkötter: "Und auch das ist Nachhaltigkeit – dass ich nicht alle 300.000 Kilometer den kompletten Reifen entsorgen muss."

Doch zurück zu den Test-Lkw: An den 6x2-Motorwagen mit immer lift- und teilweise lenkbarer Nachlaufachse kommen Michelin X Multi in der Dimension 315/60 R 22,5 zum Einsatz, die Anhänger stehen auf Michelin X Line Energy in 235/75 R 17,5. Beide Reifentypen sind keine Exoten, sondern laut Hersteller ausgesprochen beliebt.

High-Tech für ein Mehr an Laufleistung

Vor Verformungen und Beschädigungen sind die Pneus dank der Verwendung hochfester Drahtseile in der Karkasse geschützt. Die homogene Gummimischung wiederum soll ein zuverlässiges Grip-Niveau mit hoher Trocken- und Nasshaftung und ein gleichmäßiges Abriebbild gewährleisten. Ebenfalls eine Michelin-Spezialität: die Fertigung verschiedener Lamellenarten über das additive 3-D-Metalldruckverfahren. So schafft der Reifenhersteller ein Profil, das seine Erscheinung mit zunehmendem Verschleiß verändert.

Die unterschiedlichen Vulkanisationsformen in Längs- und Querrichtung sollen der Verformung der Lauffläche entgegenwirken und mit den sich selbst abstützenden Profilblöcken einen gleichbleibend niedrigen Rollwiderstand ermöglichen. Durch die Öffnung der Lamellen über die Zeit steht diese Technologie laut Michelin außerdem für eine herausragende Haftung und Traktion über die gesamte Lebensdauer des Reifens hinweg. Die Folge: ein Mehr an Laufleistung und Haltbarkeit. Gefragt seien die Michelin-Reifen außerdem wegen ihres geringen Rollwiderstands, der einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch zur Folge habe.

Und vielleicht auch wegen des flächendeckenden Euromaster-Servicenetzes. Das nämlich ist auch für Joachim Fehrenkötter von entscheidender Bedeutung. "Unserer Erfahrung nach hat Michelin von allen Lieferanten das beste Netz. Wenn wir einen Reifen brauchen, dann bekommen wir den auch – in ganz Europa."

Im Detail: Das sind die Partner

BPW
Die Spezialanhänger im Test rollen nicht nur auf Achsen von BPW, sondern haben das System BPW Airsave an Bord, das kontinuierlich den Reifendruck überwacht. Zusätzlich nutzen die Fahrer zur Ladungssicherung die intelligente Lösung iGurt.

Dekra
Dekra bringt die geballte Kompetenz als Sachverständigenorganisation in den Test mit ein. Bereits vor dem Start wurden die Fahrzeuge durchgecheckt. Über den Testzeitraum behält Dekra die Test-Lkw technisch und wirtschaftlich im Blick.

Michelin
Alle sieben Lkw rollen auf Reifen der Marke Michelin. An den Motorwagen kommen Pneus der Baureihe X-Multi zum Einsatz. An den Anhängern wurden für den Test jeweils Reifen der Reihe X-Line Energy montiert.

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