Einsparpotenzial besteht

Scania bleibt Platooning treu

Foto: Scania

Nach der Ankündigung von Daimler Trucks, der Platooning-Technologie den Rücken zu kehren, bezieht nun auch Scania Stellung: So bestehe "unter den richtigen Bedingungen" definitiv ein Kraftstoffeinsparpotenzial.

Der schwedische Lkw-Hersteller Scania wird auch nach dem Platooning-Aus von Daimler in Zukunft weiter an der Technologie festhalten. Unter den richtigen Bedingungen bestehe definitiv ein Kraftstoffeinsparpotenzial, heißt es auf Nachfrage von eurotransport.de. So könne das zweite oder dritte Fahrzeug in einem Platoon im Vergleich zur alleinigen Fahrt sechs bis zehn Prozent Diesel einsparen.

Das Fehlen von Standards für die V2V-Kommunikation zwischen den Fahrzeugen sei jedoch eine Hürde. "Auch rechtliche Bedingungen und die heutige Mensch-Maschine-Schnittstelle sind Aspekte, die weiterentwickelt werden müssen, um die Vorteile der echten, sicheren Platooning-Funktionalität über den einfachen Windschatten hinaus zu nutzen", erklärt Scania weiter.

Platooning als ein Aspekt der Zukunft

Scania ist derzeit an einer Reihe von Kooperationen und Tests beteiligt, die auch den Einsatz der Platooning-Technologie erforschen – so laufen Feldversuche beispielsweise in Finnland und in Singapur. Der schwedische Lkw-Hersteller bezeichnet das Platooning als einen von vielen Aspekten der aufregenden Zukunft in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, autonome Fahrzeuge und nachhaltige Transportlösungen.

"Wenn wir schließlich autonom nach Level 4 oder Level 5 fahrende Lastwagen haben werden, könnte es sein, dass der Verkehrssektor so stark umstrukturiert wird, dass das Platooning nicht mehr das Hauptproblem ist", so Scania. Die autonom fahrenden Lkw von morgen werden jedoch wahrscheinlich davon profitieren, dass sie Informationen miteinander austauschen und Teams bilden, wenn sie sich in dieselbe Richtung bewegen.

Positive Signale seitens MAN, DAF und Ford Otosan

Auch MAN und DAF hatten auf Anfrage von eurotransport.de erklärt, an ihren Platooning-Projekten festhalten zu wollen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) teilte mit, dass erste Ergebnisse in der Tat darauf hin deuteten, dass zumindest die Potenziale zur Kraftstoffeinsparung geringer seien als zunächst angenommen. Weiter heißt es aber: "Platooning verspricht Potenziale, um den Straßentransport effizienter zu machen oder um den Fahrermangel abzumildern."

Der türkische Lkw-Bauer Ford Otosan hat dazu erst kürzlich eine Zusammenarbeit mit AVL beschlossen, die zum Ziel hat, die Platooning-Technologie in die Lkw der Marke Ford Trucks zu implementieren. Lukas Walter, Executive Vice President von AVL, sagte anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags, dass "die Ergebnisse der laufenden AVL-Forschung auf diesem Gebiet zeigen, dass bei einem Langstreckeneinsatz eines Platoons, in dem drei Lkw fahren, der Kraftstoffverbrauch um acht bis 15 Prozent gesenkt werden kann."

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