Zukunftskongress Nutzfahrzeuge 2019

Technikgipfel in Berlin

Martin Schwemmer, Frauenhofer-Arbeitsgruppe Foto: Werner Popp

Der Zukunftskongress Nutzfahrzeuge befasst sich mit CO2-Grenzwerten für schwere Nutzfahrzeuge. Experten diskutieren, welche Antriebslösung je nach Einsatzgebiet die beste Wahl ist, um Emissionen und CO2-Ausstoß bei akzeptablen Betriebskosten zu verringern.

Der Druck auf die Lkw-Industrie nimmt zu. Die EU wird das erste Mal überhaupt CO2-Grenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge festschreiben. Hinzu kommt, dass die Kommunen für eine bessere Luftqualität in den Innenstädten sorgen müssen. Oft bedeutet das Einfahrverbote für Innenstädte oder zumindest immer höhere Hürden. Auch wenn für den Lieferverkehr voraussichtlich Ausnahmen gelten werden, so sinkt wegen der Diskussionen um den Dieselmotor die Akzeptanz für konventionelle Verbrennungsantriebe innerhalb der Bevölkerung.

Die Industrie sucht derweil nach emissionsarmen beziehungsweise -freien Alternativen zum Dieselantrieb, die sich einerseits für den Lieferverkehr eignen, andererseits den CO2-Ausstoß auf der Fernstrecke verringern. Denn dort wird der Löwenanteil des Güterverkehrs auf der Straße erbracht. Ohne deutliche CO2-Einsparungen in diesem Segment werden also die politisch verordneten Klimaziele nicht zu erreichen sein.

Den Königsweg, um diese Ziele zu erreichen, scheint es nicht zu geben. Es hängt stark vom Fahrzeugeinsatz ab, welcher Antrieb und welcher Kraftstoff beziehungsweise Energieträger der Beste ist, um den CO2-Ausstoß um das nötige Maß zu verringern. Im Gespräch sind unterschiedliche Ausführungen von Erdgasantrieben, batterieelektrische Fahrzeuge ebenso wie solche mit der Möglichkeit des Opportunity Chargings. Auch die Brennstoffzelle wird immer wieder als mögliche Lösung genannt. Hinzu kommen CO2-arme und CO2-neutrale Kraftstoffe, mit denen sich herkömmliche Verbrennungsmotoren klimaverträglich betreiben lassen. Die Industrie treibt außerdem Technologien voran, um konventionelle Antriebe CO2-ärmer zu betreiben.

Bei all diesen Entwicklungen den Überblick zu behalten und die finanziellen Mittel in die richtigen Lösungen zu investieren, wird für die Praktiker mit den ständig an Zahl wachsenden Innovationen zunehmend schwieriger. Noch dazu stellt manch ein Hersteller bisher als aussichtsreich beurteile Effizienztechnologien unvermittelt ins Abseits – so Daimler die Platooning-Technologie, während andere Lkw-Hersteller an den Testläufen festhalten. Wie denn nun die Testergebnisse tatsächlich ausfallen, das sollen Industrieexperten mit Lkw-Flottenbetreibern auf dem Zukunftskongress Nutzfahrzeuge diskutieren.

Davon abgesehen entwickeln die Lkw-Hersteller mit großer Energie an Fahrerassistenzsystemen und Automatisierungstechniken. Denn neben der CO2-Effizienz spielt die Sicherheit von Nutzfahrzeugen eine große Rolle. Zuletzt galt dem Abbiegeassistenten große Aufmerksamkeit. Wohin bei der Automatisierung von Nutzfahrzeugen sowohl auf öffentlichen Straßen wie auch auf abgesperrten Arealen der Weg führt, auch das werden führende Experten in Berlin besprechen. Hierzu zählt auch die Gestaltung des rechtlichen Rahmens auf europäischer und Bundesebene, der große Auswirkungen auf die Praxis haben wird. Es ist schon eine gute Tradition, dass auch Vertreter der Europapolitik und -gesetzgebung als Redner beim Zukunftskongress Nutzfahrzeuge auftreten.

Nur wer trotz des beständigen Wandels den Überblick behält, wird als Entscheider in der Transportbranche weiterhin erfolgreich am Markt operieren. Auf dem Zukunftskongress Nutzfahrzeuge, den die Expertenorganisation Dekra gemeinsam mit der Fachzeitschrift lastauto omnibus am 19. und 20. November 2019 nun schon zum dritten Mal in Berlin veranstaltet, bekommen Sie die dafür notwendigen Informationen aus erster Hand. Dort tauschen sich die Experten aus den Flotten mit Vertretern der Fahrzeughersteller und der Zulieferindustrie sowie aus der Politik und von Branchenverbänden über Kosten und Nutzen von Innovationen aus. Der Zukunftskongress Nutzfahrzeuge ist in einem Jahr ohne Nutzfahrzeug-IAA der große Netzwerktermin für die Branche.

Zwei thematische Säulen, zwischen denen die Teilnehmer jederzeit frei wechseln können, bilden an beiden Veranstaltungstagen das Rückgrat der Veranstaltung, nämlich Telematik und Fahrzeugtechnologie. Unter dem diesjährigen Motto „Nutzfahrzeuge – 100% effizient, 100% sicher und 0 Emissionen“ nehmen sich die Referenten und Diskutanten aus Fahrzeug-, Zulieferindustrie und Transportgewerbe, von Branchenverbänden und aus der Politik sowie aus Forschung und Wissenschaft des Zukunftskongresses Nutzfahrzeuge der Fahrzeugtechnologie in ihrer ganzen Bandbreite an. Ab sofort sind zudem alle Experten aufgerufen, sich mit einem Vortrag zu den genannten Themen zu bewerben. Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen.

Beteiligen Sie sich – reichen Sie Ihre Themen ein

Sie sind Experte aus Industrie oder Forschung und Wissenschaft und wollen sich einem breiten Publikum aus Experten der Industrie und des Transportwesens präsentieren? Dann beteiligen Sie sich am Zukunftskongress Nutzfahrzeuge von Dekra und lastauto omnibus. Das ist für Sie die große Chance, auf die eigene Arbeit aufmerksam zu machen. Wir suchen neben Experten aus Industrie und Wissenschaft auch Flottenexperten, die von ihren Praxiserfahrungen mit neuen Technologien berichten. Bitte reichen Sie uns bis 26. April Ihren Themenvorschlag einschließlich einer Kurzfassung des Vortrags im Umfang von maximal 2.500 Zeichen ein. Zur Auswahl stehen in diesem Jahr die Themen: aktive Sicherheit und automatisiertes Fahren (Technologie, regulatorischer Rahmen), innovative Antriebstechnik, Verringerung CO2-Ausstoß (Technologie und regulatorischer Rahmen), Digitalisierung beziehungsweise Vernetzung (Big Data, Daten-Infrastruktur).

Die Unterlagen inklusive Namen und Funktion des Vortragenden sowie die Namen der Koautoren schicken Sie bitte an thomas.rosenberger@etm.de. Sie können den Vortrag in deutscher oder englischer Sprache einreichen und halten. Die Redezeit beträgt 20 Minuten. Spätestens 14 Tage vor dem Veranstaltungstermin muss das Manuskript beziehungsweise die Präsentation vorliegen. Die Entscheidung über die Annahme eines Vortrags liegt beim Veranstalter.

Die Veranstaltung

  • Zukunftskongress Nutzfahrzeuge von
  • Dekra und lastauto omnibus
  • Datum/Ort: 19. und 20.11.2019, Berlin
  • Preise: 1.490 Euro zzgl. MwSt. (15 Prozent Rabatt für Dekra- und VDI-Mitglieder sowie 20 Prozent für Abonnenten von lastauto omnibus und trans aktuell)
  • Zielgruppe: Ingenieure, Flottenbetreiber, Speditionen, Werkverkehre, kommunale Betriebe, Entscheider in der Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie, Vertreter von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Alle Angaben zur Veranstaltung finden Sie auf eurotransport.de/zukunftskongress

Anmeldung: veranstaltungen@etm.de, Stichwort: Zukunftskongress

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