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Dachverbände fordern

Fahrer und Lieferketten schützen

LKw, Ruhezeit, Parkplatz Foto: Bergrath

Angesichts der heftigen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie fordert die Transportbranche Unterstützung von der Politik.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen seien weltweit in ihrer Existenz bedroht, betont die Internationale Straßentransportunion IRU. Sie brauchten Hilfen, damit die Lieferketten, insbesondere für Lebensmittel und Medikamente, nicht zusammenbrächen. Notwendig sei deshalb eine Lockerung der Lenk- und Ruhezeiten, insbesondere damit Fahrer Quarantänebereiche schnellstmöglich wieder verlassen und nach Hause zurückkehren könnten. Auch die Anlieferzeiten müssten gelockert werden, um beispielsweise nachts sicherer be- und entladen können.

Klare Ansagen der Behörden

Die Transportunternehmen selbst müssten nach Dafürhalten der IRU höhere Gesundheits- und Sicherheitsstandards beim Be- und Entladen umsetzen, insbesondere in Quarantäneregionen. Das gelte auch für die Transportdokumente. Von Regierungen und Behörden werden klare Informationen eingefordert, welche Auflagen für Fahrzeug, Fahrer und Fracht gelten. Sie sollten durch enge Abstimmungen untereinander dafür sorgen, dass die Auswirkungen auf den Nachschub möglichst gering blieben. Einseitige Maßnahmen einzelner Staaten müssten dringend vermieden werden, um grenzüberschreitende Verkehre zu erleichtern.

IRU: Weniger Mautgebühren

Hilfreich für die Unternehmen könnte auch eine temporäre Verringerung von Mautgebühren sein, betonte die IRU. Sie schlägt zudem Erleichterungen seitens der Banken bei der Rückzahlung von Hypotheken und Darlehen vor, insbesondere für schwere Nutzfahrzeuge. Für arbeitslose Fahrer müssten Unterstützungsprogramme aufgelegt werden. Da der internationale Containertransport deutlich abfalle, sei von einem Rückgang des Straßentransports auf globaler Ebene von 20 Prozent in diesem Jahr auszugehen, unterstreicht die IRU. Das komme einem Verlust an Einnahmen in Höhe von zwei Billionen Dollar gleich.

ETF: Nur noch dringende Fahrten

Auch die Europäische Transportarbeiterorganisation ETF hat dringend Präventionsmaßnahmen für die Fahrer eingefordert, für sie habe das Virus „katastrophale Auswirkungen“. Es gebe Bericht, wonach Arbeitgeber mangels falscher Einschätzung der Krise das Fahrpersonal viel zu großen Gefahren aussetze. Es müsse darum gehen, lediglich die wichtigsten Lieferprozesse aufrecht zu erhalten. Alles was nicht wirklich benötigt werde, sollte zurückgehalten und die Kompensationsmaßnahmen abgedeckt werden, fordert der Verband.

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