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Brexit

EU-Automobilhersteller warnen vor katastrophalen Folgen

Schienengüterverkehr durch den Eurotunnel Foto: Groupe Eurotunnel

Europas führende Automobilvertreter warnen vor den katastrophalen Folgen eines No Deal-Brexits. Insgesamt 19 Verbände haben dazu eine gemeinsame Erklärung unterschrieben.

Auch Bernhard Mattes, Präsident des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), gehört zu den Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung: „Mehr als 100 Produktionsstätten sowie Forschung und die Entwicklung in Großbritannien belegen unser Engagement für den britischen Markt als einen der wichtigsten Märkte in der EU. Nach Ansicht der deutschen Automobilindustrie muss daher alles getan werden, um den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr, den freien Kapitalfluss und Freizügigkeit der Arbeitnehmer zwischen
Großbritannien und der EU zu erhalten. Gleichzeitig erkennen wir den Binnenmarkt und den Zusammenhalt der EU 27 als eine Voraussetzung dafür an.“ Laut Mattes brauche die Automobilindustrie in der EU und im Vereinigten Königreich den reibungslosen Handel; Zölle und ein höherer Verwaltungsaufwand für Kfz-Teile und Fahrzeuge seien daher zusätzliche Bürden.

Vehikel für Wachstum und Wohlstand

In der Mitteilung warnt die europäische Fahrzeugindustrie – darunter neben dem VDA auch der europäische Verband ACEA sowie 16 weitere nationale Verbände – vor den Auswirkungen eines No Deal-Brexits auf eines der größten europäischen Wirtschaftsgüter. Die Automobilindustrie sei eine der größten Erfolgsgeschichten der EU und trage mit jährlich 16,5 Millionen produzierten Fahrzeugen und 13,8 Millionen Beschäftigen zu Wachstum und Wohlstand bei. „Grundlegend dafür war bisher die tiefe Integration der Branche, die immer danach trachtete, den Gedanke des Einzelmarktes und die Vorteile der Zollunion zu maximieren, wovon alle Branche in der gesamten EU profitieren.

Gefahr für Just-in-time

„Der Auszug Großbritanniens aus der EU ohne ein Abkommen würde eine seismische Verschiebung der Handelsbedingungen in Milliardenhöhe auslösen“, so die Verlautbarung. Milliarden von Euro von fälligen Zollgebühren würden die Auswahl und die Bezahlbarkeit für Konsumenten auf beiden Seiten des Kanals beeinträchtigen. „Das Ende des barrierefreien Handels könnte das Just-in-time-Betriebsmodell der Branche unterbrechen, was allein in Großbritannien bei einem Produktionsstillstand von nur einer Minute Kosten in Höhe von 50.000 Pfund oder 54.700 Euro zur Folge haben könnte. Zudem könnten die WTO-Zölle für Pkw und Lieferwagen den Autohandel zwischen der EU und Großbritannien mit zusätzlichen 5,7 Millionen Euro belasten – die die Kunden bezahlen müssen, wenn es den Herstellern nicht gelinge, die Mehrkosten zu tragen.

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