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Bericht im Manager-Magazin

Ist der Logistiker Hellmann ein Problemfall?

Foto: Hellmann

Ist der Logistikdienstleister Hellmann aus Osnabrück ein Problemfall? Diese Formulierung verwendet das "Manager Magazin" in einem Bericht über das Unternehmen in seiner August-Ausgabe. Unter der Überschrift "Am Haken der Banken" berichtet die Zeitschrift darüber, dass eine große Schuldenlast auf das Unternehmen drückt.

Ende vorigen Jahres hätten sich Banken und externe Manager "des Problemfalls" Hellmann angenommen und eine Sanierung eingeleitet. Geschäftsführer der Hellmann-Holding ist der frühere Roland Berger-Berater Thomas Knecht. Die beiden Cousins und langjährigen Firmenlenker Jost und Klaus Hellmann haben sich demnach überworfen und agieren heute in der zweiten Reihe.

Das Unternehmen selbst hat den Bericht auf Anfrage der Fachzeitschrift trans aktuell noch nicht kommentiert. Es ist einer der ganz großen in Familienbesitz befindlichen Akteure in der Branche. Hellmann Worldwide Logistics beschäftigt rund 12.500 Mitarbeiter, erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als drei Milliarden Euro und wickelt mehr als 20 Millionen Sendungen jährlich ab. Die Firma ist mit 244 Niederlassungen in 56 Ländern vertreten.

Verhoben bei der Bekleidungslogistik

Verhoben hat sich das Management laut Manager-Magazin offenbar bei der Bekleidungslogistik für die Bundeswehr. An der entsprechenden öffentlich-privaten Partnerschaft namens LHBw hält Hellmann demnach 37,45 Prozent der Anteile. Die Firma sei defizitär und nur mit Mühe habe 2015 die Insolvenz abgewendet werden können. Nach Angaben des Magazins hat Hellmann in dem Zusammenhang mehrere Hundert Millionen Euro Schulden.

Erschwerend hinzu kommt offenbar, dass die beiden Cousins Jost und Klaus Hellmann zerstritten seien. "Die beiden Vettern sind sich spinnenfeind", heißt es. Im Lauf der Jahre seien sie sich aus dem Weg gegangen. Klaus Hellmann habe sich um den Landverkehr, Jost um die Luft- und Seefracht gekümmert. Die Folge der angeblich mangelnden Abstimmung: "Das Hellmannsche Führungskonzept geriet mehr und mehr zur Geisterfahrt", schreibt das Magazin. "Bei dem Spediteur hatte keiner den Überblick, mit welchem Auftrag eigentlich wie viel Geld verdient oder verbrannt wurde."

Auftrag des neuen Managements ist es demnach, die Firma neu aufzustellen. "Das Unternehmen wird voraussichtlich schrumpfen", heißt es. Die Rechtsform solle den neuen Verhältnissen angepasst werden. Aus der GmbH & Co. KG soll demnach eine SE & Co. KG auf Aktien werden.

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