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Baden-Württemberg

Lang-Lkw-Test rückt näher

Foto: Matthias Rathmann

Lang-Lkw könnten in Baden-Württemberg doch noch auf die Straße kommen. In Baden-Württemberg kommt scheinbar Bewegung in die Diskussion um den Einsatz des Lang-Lkw.

19.03.2015 Thomas Rosenberger

Zum Auftakt des Technischen Kongresses des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) erklärte Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, dass derzeit intensiv mit dem Daimler-Konzern der Einsatz des Lang-Lkw geprüft werde. Bislang nimmt das Bundesland Baden-Württemberg nicht am Feldversuch teil.

Hermann gilt bislang als Gegner des Lang-Lkw

Minister Hermann gilt bislang vielmehr als ausgewiesener Gegner des Lang-Lkw. Nun aber werde intensiv geprüft, welche Strecken im Land sich für den Einsatz des modular aufgebauten, 25,25 Meter langen Fahrzeugkonzepts eignen. Das erklärte Winfried Hermann in seiner Ansprache. Eine finale Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Für Hermann ist nach eigenem Bekunden entscheidend, dass der Versuch tatsächlich relevante Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Lang-Lkw auf Umwelt um Klima liefere. "Einem Alibi-Test werde ich nicht zustimmen", erklärte der Minister. Ihm sei die Formel "Zwei Lang-Lkw statt drei herkömmliche Lastzüge" zu einfach. Da müssten schon wesentlichere Erkenntnisse dabei herauskommen.

Keine Leerfahrten beim Lang-Lkw

Unverzichtbar sei für ihn die Prüfung der Auslastung. Leerfahrten dürften beim Lang-Lkw nämlich nicht auftreten, sonst sei die Formel "zwei statt drei" obsolet. Zudem outete sich Hermann als großer Anhänger des autonomen Fahrens, das Leitthema auf dem Technischen Kongress des VDA. Er habe einen Brief an Alexander Dobrindt geschrieben, worin er beklagt, dass sich der Bundesverkehrsminister nicht um eine Teststrecke in Baden-Württemberg gekümmert und nur die bayerische A9 ausgewiesen habe. Eine Teststrecke müsse auch auf der A 81 in Baden-Württemberg eingerichtet werden. "Herr Dobrindt ist kein Landespolitiker mehr, der für Bayern trommelt, er ist ein Bundesminister und hat damit Sorge zu tragen, dass solche Innovationen deutschlandweit getestet werden", argumentierte Hermann.  

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