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Feldversuch Lang-Lkw: Effizienter unterwegs

Die Lang-Lkw sind bislang gut ausgelastet und nehmen der Schiene nichts weg. Das geht aus Erkenntnissen der Bundesanstalt für Straßenwesen hervor.

Trotz der Einschränkungen infolge des Streckennetzes oder der Tonnage können die Teilnehmer des Feldversuchs ihre Lang-Lkw bisher äußerst effizient einsetzen. Das belegen die ersten statistischen Daten, welche die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) nun vorgelegt hat. Sie beziehen sich auf eine Fahrtenerhebung im Zeitraum von Dezember 2012 bis Dezember 2013. Danach lag die durchschnittliche Auslastung bei etwa 93 Prozent. "Der Anteil reiner Leerfahrten ist mit sieben Prozent als gering einzustufen", erklärt die BASt, die den Feldversuch über fünf Jahre lang wissenschaftlich begleitet.
Ferner hat sich gezeigt, dass der Lang-Lkw der Schiene keine Sendungen raubt. Keines der am Feldversuch teilnehmenden Unternehmen habe den XXL-Laster als Ersatz für Schienentransporte eingesetzt, teilt die BASt mit.

17 Prozent aller Fahrten im Vor- und Nachlauf

Im Gegenteil, die Schiene profitiert bislang von den Lang-Lkw-Aktivitäten: So wurden 17 Prozent aller Fahrten im Vor- und Nachlauf zum Kombinierten Verkehr durchgeführt. Das trifft auf die Verkehre von Ansorge Logistik zwischen Biessenhofen und dem Terminal München-Riem zu.
Transportiert werden per Lang-Lkw alle Arten von Gütern: von Sammelgut über Lebensmittel, Haushaltsgeräte und Textilien bis hin zu Luftfracht. Unterschiedlich sind auch die jeweiligen Lang-Lkw-Typen. Die am häufigsten eingesetzte Variante ist ein Motorwagen mit Dolly-Achse und Sattelauflieger.

Was die Daten angeht, ergänzt die Behörde aus Bergisch Gladbach, dass statistische Hochrechnungen zu möglichen Nachfrage- und Verlagerungswirkungen aufgrund der bisherigen Datenlage noch nicht möglich sind. Im Frühjahr will die BASt einen ausführlichen Zwischenbericht vorlegen. Für die einjährigen Fahrtenerhebung hatte die Behörde 21 Unternehmen mit bis zu 37 Lang-Lkw begleitet. Seit der Startphase vor zwei Jahren ist die Zahl der am Feldversuch teilnehmenden Firmen noch mal deutlich gestiegen. Aktuell sind 32 Unternehmen mit 62 Lang-Lkw bei der BASt gemeldet.

Das Bundesverkehrsministerium zieht eine positive Zwischenbilanz des Projekts. "Die neuesten Erhebungen zeigen: Der Feldversuch Lang-Lkw verläuft weiterhin sehr vielversprechend. Die Anzahl der Lkw-Fahrten nimmt unter anderem durch den Einsatz von Lang-Lkw im Punkt-zu-Punkt-Verkehr ab. Damit tragen sie zur Entlastung der Straße bei", erklärt die neue Logistikbeauftragte der Bundesregierung, Dorothee Bär

DIE ZAHLEN

Die BASt hat über ein Jahr hinweg 21 Unternehmen mit bis zu 37 Lang-Lkw begleitet. Über einen Online-Fragebogen hat sie folgende Zahlen erhoben
- 13.500 Transporte
- 2,53 Mio. km Fahrleistung
- 144.000 Tonnen Fracht
- 37.000 Stunden Fahrzeit

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

Autor

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Spedition Ansorge

Datum

30. Januar 2014
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