Alpentransit Zoom
Foto: Andreas Techel

Chemie-Logistik

Bertschi wächst weiter

Bei dem auf die Chemie-Logistik spezialisierten Schweizer Unternehmen Bertschi läuft es gut. Grund genug, den Hauptsitz in Dürrenäsch auszubauen. In den letzten vier Jahren kamen immerhin 70 neue Mitarbeiter hinzu, die für Wachstum sorgten und nun Platz brauchen.

Erheblichen Anteil am Wachstum hat laut Bertschi der Bereich Logistik. Zudem ließen die europäischen Geschäftseinheiten den Umsatz in die Höhe klettern. Mit einem Firmenzukauf in Belgien im Hintergrund bilanziert das Familienunternehmen aus Dürrenäsch für 2017 ein Umsatzplus von mehr als 20 Prozent auf rund 830 Millionen Euro (900 Millionen Schweizer Franken).

Neues Kunststoff-Hub in Antwerpen

Investiert hat der Schweizer Logistiker am Hafen Antwerpen. Hier entsteht demnächst ein neues Kunststoff-Hub. Der erste Schritt sei getan. Das Hub für Import, Handling und Lagerung von Kunststoffen aus Übersee soll in wenigen Wochen in Betrieb gehen. Über doppelt so viel Kapazität wie bislang verfügt sein Januar 2018 zudem das Lager in Singapur. 50.000 Palettenplätze für Gefahrstoffe stehen jetzt zur Verfügung. Ab Mitte des Jahres bietet Bertschi in Singapur zudem die Abfüllung, Lagerung und Distribution von flüssigen Chemieprodukten in Südoastasien an. Hinzukommen soll dann auch eine Reinigungsanlage für Tankcontainer. Auf der Investitionsliste stehen 2018 weitere 2.000 Container, die der Logistiker bereit stellen will.

Im Fokus hat Bertschi verstärkt das Thema Digitalisierung. "Die digitale Transparenz in der Transportkette soll uns in die Lage versetzen, unsere Dienstleistungsqualität weiter zu verbessern und die internen Prozesse zu optimieren", sagt Bertschi-Chef Hans-Jörg Bertschi.

Das Familienunternehmen Bertschi verfügt über 32.000 Tank- und Silocontainer, 1.100 Lastwagen sowie 30 Containerterminals. Wichtige Standorte außerhalb Europas sind etwa Shanghai, Singapur, Houston, Moskau, Sao Paulo, Dubai, Al-Jubail und Istanbul. Insgesamt sind bei Bertschi 2.800 Mitarbeiter an 75 Standorten in 38 Ländern beschäftigt.

Franziska Niess

Datum

7. Februar 2018
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare