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Wincanton

Britischer Logistiker verlässt Deutschland

MAN, Lkw, Wincanton Foto: Wincanton

Jetzt ist es geschehen: Wincanton hat auch seine letzten verbliebenen Geschäftsbereiche in Deutschland und Frankreich verkauft. Rhenus wird die Geschäfte der Wincanton Mainland European Holding weiterführen. Wincanton selbst, will sich auf die Märkte in Großbritannien und Irland konzentrieren.

Die Rhenus-Gruppe hat die Wincanton Mainland European Holding Company und deren Tochtergesellschaften gekauft. Das Unternehmen zu dessen Aufgaben überwiegend Kontraktlogistik und multimodale Transportlösungen gehören, ist in Deutschland und Frankreich aktiv. Es hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 550 Millionen Euro gemacht und beschäftigt 3.000 Mitarbeiter. Der Gewinn lag bei etwas mehr als vier Millionen Euro. Die beiden Unternehmen haben sich nach Presseangaben auf einen Kaufpreis von 38 Millionen Pfund, umgerechnet rund 44 Millionen Euro, geeinigt.

Der Verkauf an Rhenus ist der letzte Teil des geordneten Rückzugs der Angelsachsen. Im Juni hatte Wincanton die Stückgut-Aktivitäten verkauft. Den Sammelgut-Bereich in Deutschland sowie in Mittel- und Osteuropa übernahm die Raben-Gruppe. Die Transportaktivitäten in den Niederlanden wurden an den österreichischen Logistikdienstleister JCL veräußert.

Wincanton hat 173 Millionen Euro Schulden

Rhenus will mit dem Kauf sein Produktportfolio auf dem europäischen Kontinent erweitern. Das betrifft besonders die Bereiche Kontrakt- und Hafenlogistik. Für Wincanton stellt das Geschäft den Verkauf der letzten noch verbliebenen Geschäftsbereiche auf dem europäischen Kontinent dar. Die Aktionäre von Wincanton müssen dem Vertrag noch zustimmen. Aufgrund der hohen Schuldenlast des Unternehmens von 152 Millionen Pfund (173 Millionen Euro) im Jahr 2011 erscheint das „go“ der Eigentümer jedoch sicher.

Nach Aussage von Wincanton-Chef Eric Born will sich der britische Logistiker nun auf die Märkte in Großbritannien und Irland konzentrieren. Mit der Rhenus-Gruppe soll in den nächsten Wochen eng zusammengearbeitet werden, um die Servicequalität in der Übergangsphase sicherzustellen.

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