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Studie zum Micro-Hub-Konzept von UPS

Die Letzte Meile in Hamburg ist modellhaft

UPS Standort Hamburg Neue Mitte Altona Foto: UPS

Neue Wege beschreitet UPS mit seinem Micro-Hub-Konzept in Hamburg, das auf innerstädtische Zwischenlager setzt. Eine Studie hat die Wirkung des Konzepts untersucht und beschreibt, was Kommunen weiter für eine effizientere Belieferung auf der Letzten Meile tun müssen.

29.01.2018 Carina Belluomo

Im Fokus steht nach Angaben der Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) das UPS-Pilotprojekt mit Lastenfahrrädern in der Paketzustellung. Dabei wurden vier Depot-Container, die rund um die Binnenalster im Innenstadtbereich aufgestellt wurden, morgens per Lkw an ihren Abstellort gebracht. Die Boten verteilten von dort aus die Pakete zu Fuß und mit Lastenfahrrädern. Schwere Pakete transportierten sie mit Sackkarren. Bevor das Pilotprojekt gestartet wurde, belieferten neun Fahrzeuge diese Innenstadtbereiche. Dabei mussten die Fahrer bis zu 120 Mal pro Tour anhalten. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation hat die Studie in Auftrag gegeben, die Hamburg School of Business Administration (HSBA) führte die Studie durch.

Großer Test mit Lastenfahrrädern

Das Hamburger UPS-Projekt gilt laut LIHH in Deutschland als erster großer und erfolgreicher Test eines Logistikkonzepts mit Lastenfahrrädern in der Paketzustellung auf der letzten Meile und ist mittlerweile nicht nur deutschlandweit, sondern auch international bekannt. "Wir sind auf dem besten Weg, Modellregion für Smart Last Mile Logistics (SMILE) zu werden", sagt Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg. Das Projekt SMILE ist ein gemeinsames Projekt der LIHH und der Behörde für Wirtschaft und Verkehr. Ziel ist es laut LIHH, die Stadt Hamburg zu einer Modellregion für eine nachhaltige "Belieferung der Letzten Meile" zu machen.

Öffentliche Flächen sind knapp

Um die nachhaltige Mobilität und Metropol-Logistik auf der letzten Meile noch weiter zu entwickeln, müssen nach Beurteilung der Gutachter weitere Anstrengungen unternommen werden. Zum einen empfehlen sie der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, einen „Last-Mile-Koordinator“ zu beauftragen, der als Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema „Letzte Meile“ dient. Dieser solle nicht nur die fachbehördlichen Abstimmungen übernehmen, sondern auch mit den zuständigen Personen des laufenden SMILE-Projekts der Logistik Initiative Hamburg zusammenarbeiten.
Außerdem sollen zügig weitere mögliche Standorte für potenzielle Micro-Depots gesucht werden, um das temporäre UPS-Projekt kurzfristig zu realisieren. Öffentliche Plätze stünden hier nur noch begrenzt zur Verfügung. Daher sollen Logistikimmobilien wie zum Beispiel Flächen in Parkhäusern oder Haltestellen des Nahverkehrs oder im Bereich der Wasserstraßen als Standorte für Micro-Depots dienen.

Eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Zustell-Logistik auf der letzten Meile wurde laut LIHH im Zuge der Untersuchung identifiziert und bewertet. Unter anderem seien das Maßnahmen wie die Förderung neutraler Zustell- und Abhollösungen, die Integration innovativer Verwahrlösungen, aber auch die Straffung des bestehenden Ordnungsrahmens. Erfolgsversprechende Maßnahmen gelte es zu identifizieren und in Modell-Quartieren zu erproben.









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