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PwC-Reederstudie 2018

Reeder fürchten Folgen der US-Politik

Hamburger Hafen, Container Terminal, Container, Schiff Foto: Hamburger Hafen / Michael Lindner

Zwei Drittel der deutschen Reeder rechnen mit negativen Auswirkungen durch US-Strafzölle. Das zeigt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Nur etwa jeder zehnte Reeder geht laut PwC davon aus, dass die Politik der US-Regierung ohne Auswirkungen für die deutsche Schifffahrtsbranche bleiben wird. Unabhängig vom aktuellen Handelskonflikt erwarte die Mehrheit aber weiterhin langfristiges Wachstum. Zwei Drittel sehen den Welthandel wieder auf einem stabilen Wachstumskurs. 61 Prozent der Befragten seien der Ansicht, dass sogar das Handelsniveau vor der Krise von 2008 wieder in Reichweite rücken könnte. Eine wichtige Rolle spielen dabei demnach die Schwellenländer: 93 Prozent seien davon überzeugt, dass der steigende Konsum in den wirtschaftlich aufstrebenden und bevölkerungsreichen Ländern auch zu einer Verlagerung der Warenströme führe.

Insgesamt zeichnet die Studie ein positives Bild der Erwartungen: 81 Prozent glauben an ein steigendes Ladungsaufkommen in den kommenden fünf Jahren. 74 Prozent rechnen demnach schon in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Erlösen. Neun von zehn Reedern vermelden voll ausgelastete Flotten. „Die Situation ist paradox: Auf der einen Seite bedroht ein erstarkender Protektionismus die derzeitige Wirtschaftsordnung und die Reeder sind sich dieser Gefahr bewusst. Gleichzeitig gibt es in der Branche nach Jahren der Konsolidierung einige, wenn auch zarte, Hoffnungsschimmer“, erklärt Claus Brandt, Leiter des maritimen Kompetenzzentrums von PwC Deutschland.

65 Prozent der Befragten planen, in den nächsten fünf Jahren neue Geschäftsfelder zu erschließen, 24 Prozent erwägen es. Sieben von zehn Teilnehmern sind der Überzeugung, dass sich Reedereien zu Logistikdienstleistern weiterentwickeln sollten. 44 Prozent können sich Zusammenschlüsse mit anderen Unternehmen vorstellen, um ein breites Leistungsspektrum anbieten zu können. Allerdings müssten die Unternehmen ihre digitalen Fähigkeiten noch konsequenter ausbauen.

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