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Projekt mit MAN und Hochschule Fresenius

DB Schenker testet Lkw-Platooning

Foto: DB Schenker

Der Logistikdienstleister DB Schenker und der Fahrzeugbauer MAN werden erstmals Platooning mit Lkw auf öffentlichen Straßen in Deutschland testen.

18.06.2018 Matthias Rathmann

Den Startschuss für ihr gemeinsames Platooning-Projekt geben DB Schenker und MAN am 25. Juni bei der DB Schenker-Niederlassung München in Neufahrn. Wissenschaftlicher Projektpartner ist die Hochschule Fresenius, deren Präsident Dr. Tobias Engelsleben ebenfalls an dem Termin mitwirken wird, genauso wie Bahn-Logistikvorstand Alexander Doll, Bahn-Digital-Vorstand Prof. Sabina Jeschke und MAN-Vorstandschef Joachim Drees. Für die Bundesregierung wird Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit von der Partie sein. Vorgesehen ist, dass die Jungfernfahrt live bei DB Schenker übertragen wird, sodass sich alle Projektpartner vom realen Betrieb von der Niederlassung aus ein Bild machen können.

Betrieb zwischen Schenker-Hubs Nürnberg und München

Geplant im Testbetrieb ist, dass zwei MAN-Wechselbrückenzüge auf Basis von MAN TGX 26.500-Fahrzeugen regelmäßig zwischen den Hubs von DB Schenker in München und Nürnberg pendeln. Dabei werden die Fahrzeuge auf dem Digitalen Testfeld auf der A9 verkehren, das Infrastruktur-seitig die Voraussetzungen an entsprechende Projekte des vernetzten Fahrens erfüllt.

Platooning: Abstand auf bis zu zehn Meter reduziert

Platooning nutzt das Prinzip des Windschattenfahrens aus dem Radsport. Mindestens zwei Fahrzeuge fahren über eine elektronische Deichsel verbunden in geringem Abstand hintereinander her. Der vordere Lkw gibt Geschwindigkeit und Richtung vor, der Abstand kann auf bis zu zehn Meter reduziert werden. Bei Tests mit Dreier-Platoons konnte nach Herstellerangaben eine Einsparung von bis zu zehn Prozent beim Kraftstoffverbrauch erzielt werden. Konkrete Werte für den Zweier-Platoon soll dann der Einsatz bei DB Schenker erbringen. MAN hatte erklärt, man gehe "von merklichen Einsparungen" aus.

Zu Beginn des Tests finden die Fahrten einmal täglich, später dann zwei- bis dreimal täglich statt. "Die Fahrten werden nicht mit Testfahrern, sondern mit ausgebildeten Berufskraftfahrern im Live-Betrieb erfolgen", hatte DB Schenker-Frachtchef Ewald Kaiser bereits vor einem Jahr im Interview mit der Fachzeitschrift trans aktuell angekündigt. An Bord der Lkw werden Sammelgut und Teilpartien sein. Die Absichtserklärung für das gemeinsame Projekt datiert bereits von Herbst 2016, der Kooperationsvertrag vom Frühjahr 2017. Nun sind die Vorarbeiten abgeschlossen und es geht in die Praxiserprobung.

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Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
Carsten Nallinger Carsten Nallinger Lkw-Navigation
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