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Neuer trans-o-flex-Standort in Sachsen Arbeitsplätze für 150 Angestellte und Azubis

Luftaufnahmen trans-o-flex Wildenfels Foto: ERZ-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Bis zu 150 Personen werden im neuen Logistikzentrum des Expressdienstes trans-o-flex in Wildenfels bei Zwickau arbeiten.

Die neue Immobilie zeichnet sich nach Angaben von trans-o-flex durch folgende Eigenschaften aus: nachhaltig, geringer Flächenbedarf bei hoher Umschlagleistung, starke Wärmedämmung, natürliche Kühlung, Regenwasserversickerung und vorhandene Ladestationen für E-Fahrzeuge. „Wer in der Logistik heute mit einem neuen Standort nur die Kapazität und Effizienz seiner Netze erhöht, der macht etwas gewaltig falsch“, sagte Wolfgang P. Albeck, CEO von trans-o-flex bei der offiziellen Eröffnung des neuen Logistikzentrums im sächsischen Wildenfels bei Zwickau. „Neue Standorte müssen auch mit Nachhaltigkeit punkten, den CO2-Fußabdruck der Logistik verringern sowie mit attraktiven Arbeits- und Ausbildungsplätzen die Zukunft der Branche sichern.“

Großer Nachhaltigkeitsbaukasten

Das auf Expresstransporte und Logistiklösungen für die Branchen Healthcare, Kosmetik und Unterhaltungselektronik sowie auf andere sensible Güter spezialisierte Unternehmen habe deshalb ein Immobilienkonzept mit einem großen Nachhaltigkeitsbaukasten entwickelt, der jeweils an die Möglichkeiten und Gegebenheiten vor Ort angepasst werde. So konnte in Wildenfels auf dem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück das Logistikzentrum in Form eines großen Y gebaut werden. Diese Form der Anlage erreicht bei einer sehr kompakten Hallenfläche von 5.000 Quadratmetern eine hohe Zahl von 99 Toren für schnelles Be- und Entladen. Die Form verringert außerdem die notwendige Verkehrsfläche auf ein Minimum und ermöglicht ein schnelles Cross-Docking zwischen Langstrecken-Lkw und Zustellfahrzeugen. „Wir haben überdurchschnittlich viel in eine starke Wärmedämmung investiert, was schon mittelfristig Betriebskosten und Klimabelastung senkt“, so Albeck weiter. „Die Temperierung der Anlage, die zur Sicherheit der von uns transportierten sensiblen Güter notwendig ist, erfolgt über eine ökologisch wie ökonomisch günstige Kombination aus freier Kühlung über Zuluftgitter und Abluftventilatoren sowie einer Klimaanlage.“ Geheizt wird mit Gas-Dunkelstrahlern. LED-Leuchten sorgen für nachhaltige Arbeitsplatzsicherheit.

Spezielles Leitungssystem verlegt

Als weitere Investition in mehr Nachhaltigkeit wird der gesamte Regen, der auf Dächer und versiegelte Flächen des Grundstücks fällt, nicht in die Kanalisation geleitet. Vielmehr wurde unter der Hoffläche ein spezielles Leitungssystem verlegt, das sämtliches Regenwasser auffängt. Die Rohre haben Klappen, durch die das Wasser kontrolliert abgegeben wird. „So ermöglichen wir trotz der Bebauung des Grundstücks eine natürliche Versickerung“, erläuterte Albeck den Gästen bei der Eröffnung. „Wir entlasten damit das örtliche Kanalnetz und die Kläranlage, tun etwas gegen das Absinken des Grundwasserspiegels und sparen Niederschlagswassergebühren.“ Das System ist so bemessen, dass es auch die Niederschlagmenge eines sogenannten Jahrhundertregens komplett aufnehmen kann, ohne überzulaufen. Dadurch wirkt das System ausgleichend sowohl bei Starkregen als auch in Trockenperioden. Damit Reifenabrieb oder Öle nicht ins Grundwasser gelangen, filtert ein Lamellenabscheider solche Stoffe aus dem Oberflächenwasser heraus, bevor es kontrolliert in die Umgebung geleitet wird.

Zweifaches Umschlagzentrum

Auch auf die zunehmende Elektromobilität ist der Standort vorbereitet: Es wurden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge von Mitarbeitern aufgestellt und Anschlüsse für das Laden von Zustellfahrzeugen gelegt. „Die neue Generation unserer Zustellfahrzeuge braucht für die Temperierung der Laderäume auf 2 bis 8 Grad bzw. 15 bis 25 Grad keinen Diesel mehr, sondern wird komplett elektrisch gekühlt“, sagte Albeck. „Und unsere Dienstwagenflotte wird Schritt für Schritt auf Fahrzeuge mit Elektromotor umgestellt.“ Operativ ist die Netzwerkeffizienz durch die neue Anlage unter anderem deshalb gestiegen, weil hier zwei bisher getrennte Standorte zusammengeführt wurden. Albeck: „Die neue Niederlassung ist sowohl Umschlagzentrum für unser Kühlnetzwerk trans-o-flex ThermoMed mit Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad Celsius als auch für trans-o-flex Express mit untemperierten und aktiv temperierten Transporten im Ambient-Bereich von 15 bis 25 Grad Celsius.“

Inklusive der bei Transportpartnern beschäftigten Fahrer werden von dem Standort aus bis zu 150 Personen arbeiten. „Weil die Nachfrage nach unseren speziellen Dienstleistungen steigt, bauen wir die Belegschaft in allen Bereichen noch aus – ob beim Umschlagpersonal oder in unserem Kundenservice. Zusätzlich bieten wir auch jungen Menschen eine Perspektive, die beispielsweise über eine fundierte Ausbildung als Speditionskauffrau oder -kaufmann oder ein duales Studium in der Zukunftsbranche Logistik Fuß fassen wollen.“

Tino Kögler, Bürgermeister der Stadt Wildenfels, unterstrich bei der Eröffnung des Standorts die Bedeutung der Nachhaltigkeitsstrategie von trans-o-flex. „Wir freuen uns nicht nur, weil trans-o-flex hier Arbeits- und Ausbildungsplätze in einer zunehmend wichtigen Branche schafft“, sagt der Bürgermeister. „Vielmehr stellt sich trans-o-flex seiner Verantwortung als Logistikdienstleister und als Unternehmen, das vor allem Arzneimittel und andere sensible Güter transportiert, sehr bewusst. Es leistet nicht zuletzt in der Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung, beispielsweise mit Medikamenten, Schnelltests, Desinfektionsmitteln oder dringend benötiger Schutzausrüstung. Die nachhaltigen Investitionen hier am Standort sind für mich ein gutes Beispiel dafür, wie Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zusammengehen können.“

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