Neue Studie von T&E Elektrotransporter günstiger als Diesel

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Die Kraftstoffpreise lassen so manchen Flottenbetreiber rechnen. Nun meldet Transport and Environment, dass Elektrotransporter den Dieseln bei den Betriebskosten davonfahren.

Die möglichen Einsparungen sind, wenn es nach den Ergebnissen einer neuen Studie von Transport and Environment (T&E) geht, kein Pappenstiel. Die Organisation geht für das laufende Jahr davon aus, dass elektrisch angetriebene Transporter pro Kilometer im Schnitt um 28 Prozent geringere Gesamtbetriebskosten produzieren als ihre Diesel-Pendants. Demnach kompensieren also die geringeren Kraftstoffkosten den in der Regel höheren Anschaffungspreis bei einer Nutzung von fünf Jahren („kurzfristige Mietung“ vier Jahre).

Studie in sechs Ländern

Zu diesem Ergebnis kommt laut T&E eine Studie, die sechs Länder untersucht hat, in denen 76 Prozent aller Neuverkäufe von Transportern in Europa getätigt werden: Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und das Vereinigte Königreich.

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Mehr als ein Fünftel hat Stromer im Fuhrpark

Die Umfrage, die Dataforce im Auftrag von T&E durchgeführt habe, umfasst unter anderem Antworten von 127 Privatpersonen und Unternehmen und belegt, dass der deutsche Markt bereit für den Umstieg auf Stromer ist. Mehr als ein Fünftel (21 Prozent) der in Deutschland befragten Manager von Transporterfuhrparks gab an, bereits über ein elektrisches Modell zu verfügen; weitere 41 Prozent planen, dieses Jahr oder innerhalb der kommenden fünf Jahre einen E-Transporter anzuschaffen.

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Zu wenige E-Transporter verfügbar

James Nix, Fracht-Manager bei T&E, sagt: „E-Transporter stechen Diesel-Alternativen bei den Kosten aus, und die Käufer wissen das. Aber es sind einfach nicht genug E-Transporter verfügbar. Die EU-Gesetzgeber könnten dies über Nacht durch eine Erhöhung der CO2-Reduktionsziele ändern. In der Folge müssten die Hersteller von Transportern mehr emissionsfreie Fahrzeuge verkaufen.“

"Von unserer Abhängigkeit vom Öl befreien"

Das Problem seitens der E-Mobilität auf der letzten Meile ist also aktuell nicht wie noch vor ein paar Jahren der Anschaffungspreis, sondern schlicht das nicht ausreichende Angebot. Dabei bergen sie laut T&E große Chancen für den künftigen Lieferverkehr. James Nix: „Elektrische Transporter werden uns von unserer Abhängigkeit vom Öl befreien und Unternehmen allein in diesem Jahrzehnt Milliarden von Euro einsparen. Das bislang spärliche Angebot von E-Transportern auf dem Markt muss jedoch überwunden werden. Die Mitgliedsstaaten und die Mitglieder des EP können elektrischen Transportern den Weg ebnen, indem sie die CO2-Reduktionsziele der EU für Transporter nachjustieren.“

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Ein guter Anfang

T&E will schärfere CO2-Grenzwerte

T&E ruft also die Gesetzgeber auf EU-Ebene auf, die bisherigen CO2-Ziele für Transporter weiter zu verschärfen: 25 Prozent Reduktion bis 2025, 45 Prozent bis 2027 und 80 Prozent bis 2030. Dazu begrüßt die Organisation den Vorschlag, ab 2035 nur noch emissionsfreie Transporter zuzulassen.

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