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Nach den Ermittlungen gegen Hermes-Partner

Verdi fordert Regeln für Subunternehmer

Hermes, Arbeitsbedinungen Foto: Hermes

Die Gewerkschaft Verdi fordert als Reaktion auf die Ermittlungen gegen Servicepartner des Paketdienstleisters Hermes in Nordrhein-Westfalen Konsequenzen.

01.12.2017 Matthias Rathmann

"Illegalen Machenschaften bei den Subunternehmern kann man nur mit einer umfassenden Nachunternehmerhaftung für die Paketbranche ein Ende bereiten", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis. Hier sei der Gesetzgeber gefordert, sagt sie und weist auf das Beispiel der Fleischwirtschaft hin. Für sie gibt es eine Nachunternehmerhaftung, was zum Beispiel die Beiträge zur Sozialversicherung angeht.

Verdi prangert prekäre Arbeitsbedingungen an

Es könne nicht hingenommen werden, dass das Wachstum der Paketbranche überwiegend über prekäre Arbeitsbedingungen stattfindet, betont Kocsis. "Tariflich und sozial geschützte Arbeitsplätze dürfen nicht weiter unter Druck geraten", sagt sie.

Derweil hat auch die Staatsanwaltschaft Bonn gegenüber der Fachzeitschrift trans aktuell die Ermittlungen gegen Servicepartner in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Sie und die Staatsanwaltschaft Köln gehen unter anderem dem Verdacht des Verstoßes gegen Mindestlohnzahlungen nach. Bei dem Einsatz am 21. November, der von einem Fernsehteam des WDR begleitet wurde, waren rund 300 Mitarbeiter von Bundespolizei, Zoll und Staatsanwaltschaft im Einsatz.

Die Ermittler durchsuchten 24 Objekte – Firmengelände, aber auch Wohnungen von leitenden Mitarbeitern. Es seien zahlreiche Unterlagen sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden müssten, sagt Staatsanwältin Stephanie Faßbender. Hermes äußert sich gegenüber trans aktuell zu den Vorwürfen gegen Subunternehmer nicht.

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