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Messe Transport Logistic startet

Trends der globalen Logistik

Messe Transport Logistic in München Foto: Lennart Preiss/Messe München

Messe Transport Logistic präsentiert vom 4. bis 7. Juni 2019 die Trends der Branche. Digitalisierung und Seidenstraße als Chancen.

Die Messe Transport Logistic öffnet vom 4. bis 7. Juni ihre Pforten in München. Das „Drehkreuz der globalen Logistikbranche“, hat sich dabei gleich mehrere Themen auf die Fahnen geschrieben. Dabei geht es unter anderem um die Chancen Europas vor dem Hintergrund der Seidenstraßen-Initiative Chinas, den Fachkräftemangel, Wege zu einer klugen City-Logistik und die speziellen Logistiktrends auf Straße und Schiene, zu Wasser und in der Luft.

Rekordmesse trotz Unsicherheit erwartet

„Unsicherheiten aufgrund von Handelskriegen, Konjunkturentwicklung oder Brexit spüren wir bei der diesjährigen Messebeteiligung nicht“, berichtet Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Eher das Gegenteil sei der Fall: „Die Ausstellerzahl ist bis dato um neun Prozent von 2.162 auf 2.360 gewachsen.“

Grund dafür dürfte die Themenauswahl sein. „Weltwirtschaft im Umbruch – ist die Logistik Gestalterin oder Getriebene?“ Das ist das Thema der Eröffnung durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Im Anschluss diskutieren darüber Dr. Frank Appel, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Post DHL, Dorothea von Boxberg, Vorstand Produkt und Vertrieb bei Lufthansa Cargo, Alexander Doll, Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik der Deutschen Bahn sowie Rolf Habben Jansen, Vorsitzender des Vorstandes von Hapag-Lloyd.

Automatisierung kommt

Wobei auch die Automatisierung ihre Schatten vorauswirft. Top-Themen sind daher unter anderem die Digitalisierung von Lieferketten und internen Prozessen, künstliche Intelligenz (KI) sowie das autonome Fahren und Disponieren.Das sogenannte Machine Learning soll die Transportplanung schneller, weniger fehleranfällig und effektiver machen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) ist das autonome Fahren. Schließlich arbeiten die Hersteller mit Hochdruck an Assistenz- und Steuersystemen, um autonome Fahrzeuge in den kommenden Jahren zur Serienreife zu führen. Mittelfristig sollen die Assistenzsysteme die Fahrzeuge auf Autobahnen steuern und langfristig werden viele weitere Funktionen die Arbeit hinter dem Lenkrad vereinfachen.

Lkw-Fahrer braucht es noch lange

„Lkw-Fahrer werden aber noch auf lange Sicht fester Bestandteil der Lieferketten bleiben“, sagt Wolfgang Inninger, Leiter Projektzentrum Verkehr, Mobilität und Umwelt beim Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML. „Ein hohes Einsparpotenzial bieten autonom fahrende Lkw auf Betriebshöfen“, erläutert der Forscher. Wenn es gelänge, die auf Werksgeländen verbrachte Zeit als Pausenzeiten oder Ruhezeiten für die Lkw-Fahrer zu nutzen, würde sich die effektive Fahrzeit des Lkw-Fahrers optimieren lassen.

Wie der Einsatz von KI im Einzelnen funktioniert, zeigen Vorträge im Rahmenprogramm der Messe. Etwa am Dienstag, 4. Juni, ab 10 Uhr das Thema „Künstliche Intelligenz. Logistik wird smarter und autonomer“ sowie ab 13.30 Uhr der Vortrag „Künstliche Intelligenz in der Transportlogistik“.

Neue Seidenstraße kommt

Ein weiterer Treiber der Messe ist die Neue Seidenstraße. Von den Chinesen als „One Belt, One Road“-Initiative (OBOR) forciert, suchen die Asiaten den Zugang nach Europa. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass 64 Aussteller aus China (ohne Hongkong) nach München kommen. Das entspricht einem Plus von 30 Ausstellern im Vergleich zu der letzten Messe im Jahr 2017.

Diese Seidenstraße-Initiative werde die Anzahl der Waren, die zwischen Europa und China transportiert werden können, signifikant steigern. Das wiederum wirke sich positiv auf europäische Unternehmen aus, ist Rummel überzeugt. „So geht beispielsweise die Deutsche Bahn davon aus, ihren Warentransport zwischen China und Europa von etwa 90.000 Containerbewegungen im Jahr 2018 auf 100.000 im Jahr 2020 zu steigern“, erklärt Rummel. Sein Fazit: „Die europäische Logistik hat starke Chancen und muss sich durch internationale Kooperationen entsprechend aufstellen.“ Eben dazu biete der Marktplatz in München den passenden Rahmen.

China und Polen legen zu

Aber auch sonst ist die Transport Logistic global aufgestellt. Zu den Top-3-Wachstumsmärkten gehören außer China noch Polen und die Niederlande. Aber auch sonst finden sich spannende Logistik-Regionen. So gibt es beispielsweise 25 internationale Gemeinschaftsstände. Neu dazugekommen sind etwa Rumänien, Litauen, Polen, Sri Lanka und die Türkei.

„Die Logistik ist das Räderwerk hinter den globalen Handelsströmen – und der Bedarf groß, sich zu informieren und internationale Kooperationen voranzutreiben.“, sagt Rummel. Die Messe hat eine weitere Halle geöffnet und erstreckt sich damit über insgesamt zehn Hallen und das Freigelände.

Die Messe

  • Die Messe Transport Logistic findet seit 1978 im Zwei-Jahres-Rhythmus in München statt
  • Die Veranstaltung hat sich zur weltweiten Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management entwickelt
  • Im Jahr 2017 waren 2.162 Aussteller aus 62 Ländern und Regionen in München
  • 60.726 Besucher kamen aus 123 Ländern beziehungsweise Regionen
  • Das Konferenzprogramm war 2017 mit rund 200 Experten gefüllt
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