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Lithium-Batterien als Luftfracht

Verbände fordern strenge Kontrollen

Gefco Foto: Gefco

Von Lithium-Batterien geht ein Sicherheitsrisiko aus, besonders im Luftfrachtverkehr.

18.08.2016 Markus Bauer

Darum fordern verschiedene Verbände der Industrie – darunter die International Air Transport Association (IATA), die International Air Cargo Association (TIACA) und die European Advanced Rechargable and Lithium Battery Association – in einem Brief an Handels- und Transportminister verschiedener am Herstellungsprozess beteiligter Staaten strengere Kontrollen und härtere Strafen für Transporteure, die sich nicht an die geltenden Regelungen halten. Bereits am Ursprung der Lieferkette müsse überwacht werden, ob sich der Lieferant an die Regeln hält. 

In ihrem Brief fordern die Organisationen laut IATA auch, dass Staaten miteinander kooperieren. Dies sei wichtig, wenn Lithium-Batterien zwar im einen Staat produziert werden, aber erst im nächsten ins Flugzeug gelangen. Bei Verstößen seien empfindliche Strafen bis zur Haft angebracht. "Sicherheit genießt in der Luftfracht höchste Priorität", sagt Tony Tyler, Generalsekretär und CEO bei IATA. "Luftfrachtunternehmen, Lieferanten und Hersteller haben hart daran gearbeitet, Regeln aufzustellen, die sicherstellen, dass Lithium-Batterien sicher transportiert werden können. Die Regeln sind jedoch nur dann effektiv, wenn sie durchgesetzt werden und Rückendeckung von entsprechenden Strafen erhalten." Darum müssen Regierungen Verantwortung übernehmen. Wer das geltende Gesetz missachte und damit Flugzeuge und Passagiere in Gefahr bringe, sei kriminell. 

Weiter fordern die Verbände laut IATA, dass die Regierungen Gesetzeslücken schließen und so Serienverstöße verhindern. Bleibe der Gesetzgeber passiv, wachse der Druck auf die Fluggesellschaften, Lithium-Batterien aus den Frachträumen zu verbannen. Das Ergebnis wären teurere Waren und neue Anreize, bei der Deklaration zu betrügen, was wiederum zu noch größeren Sicherheitsrisiken führte.

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