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Ladeinfrastruktur für E-Lkw Ab 2023 soll es Geld geben

Foto: Karl-Heinz Augustin

Die Bundesregierung will spätestens ab Frühjahr 2023 den Bau von Lkw-Ladesäulen unter anderem auf Betriebsgelände fördern. Im gleichen Jahr soll ein "initiales Netz" für schwere Nutzfahrzeuge ausgeschrieben werden.

Bundesverkehrs- und Bundeswirtschaftsministerium wollen spätestens bis zum 1. Quartal 2023 Finanzierungs- und Fördermaßnahmen für die Lkw-Ladeinfrastruktur entwickelt haben. Im Fokus sind dabei Betriebsgelände, Umschlagpunkte, Gewerbegebiete und Lade-Hubs, geht aus dem Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung hervor. Ziel ist „die effiziente, zielgenaue und schnelle finanzielle Unterstützung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur“ für die Elektromobilität.

Beschleuniger Ladeinfrastrukturaufbau

„Mit dem neuen Masterplan haben wir eine zukunftsweisende Grundlage, damit der beschleunigte Ladeinfrastrukturaufbau für Pkw und Lkw gemeinsam mit Ländern, Kommunen und Industrie gelingt“, sagte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP). E-Lkw benötigten im Fernverkehr spezifische Ladevorrichtungen mit besonders hohen Leistungen. Auch gebe es in Sachen Flächen und Netzanschluss wesentlich größere Herausforderungen als bei der Ladeinfrastruktur für Pkw. Deshalb seien gemeinsame Anstrengungen und eine enge Abstimmung aller Beteiligten zwingend erforderlich.

Netz-Ausschreibung bis Ende 2023

Mit einer integrierten Perspektive, die Ladetechnik und -standorte mit dem Mobilitätsverhalten und logistischen Abläufen verbinde, werde ein bedarfsgerechtes, verlässliches und flächendeckendes Elektromobilitätskonzept entstehen, das einen klimafreundlichen Straßengüter- und Fernbusverkehr ermögliche, so das Verkehrsministerium. Der zügige Start eines initialen Ladenetzes für E-Lkw sei hierfür von großer Bedeutung. Dieses soll bis Jahresende 2023 gemeinsam mit der Autobahn GmbH ausgeschrieben werden. Grundsätzlich soll der Aufbau von Ladeinfrastruktur für Lkw und Pkw „intelligent zusammengedacht“ werden.

Logistische Abläufe einbeziehen

Der Aufbau der Lkw-Ladeinfrastruktur sei mit besonderen Anforderungen an Flächen, Stromnetze und die Ladetechnik verbunden, betont das Ministerium. „Mit einer integrierten Perspektive, die Ladetechnik und -standorte mit dem Mobilitätsverhalten und logistischen Abläufen verbindet, wird ein bedarfsgerechtes, verlässliches und flächendeckendes Elektromobilitätskonzept entstehen, das einen klimafreundlichen Straßengüter- und Fernbusverkehr ermöglicht.“

Einheitlich: Bezahlsystem und Standards

Bis Ende 2022 wollen die beiden Ministerien den langfristigen Bedarf bis mindestens 2035 für den Aufbau der Infrastruktur und den resultierenden Strombedarf ermitteln. Die Informationen sollen Investoren und insbesondere Netzbetreibern für die Planung des Stromnetzes zur Verfügung gestellt werden. Die Autobauer sollen ihrerseits gemeinsam mit den Normungsinstanzen bis Ende 2023 Standards für alle wesentlichen Schritte entlang des Ladeprozesses entwickeln. Die Industrie stelle dafür ausreichend Fachpersonal sowie Test- und Versuchskapazitäten zur Verfügung, heißt es weiter. Angepeilt wird zudem, dass sich alle Beteiligten bis 2023 auf ein einheitliches Bezahlsystem einigen.

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der bundeseigenen NOW GmbH unterstützt das Verkehrsministerium bei der Erarbeitung, Koordinierung und Umsetzung des Masterplans II. Die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, die Integration der Ladeinfrastruktur ins Stromnetz, die Digitalisierung des Ladens und viele weitere Herausforderungen würden mit Hochdruck angegangen.

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