Güterverkehr in Nepal

Buntes Gewimmel

Meinolf Schwefer Foto: Meinolf Schwefer 28 Bilder

Bunt geschmückte Tatas, Pick-ups und unzählige Mopeds bestimmen das Bild auf Nepals schlechten Straßen. Sogar Lkw mit deutschen Wurzeln wühlen sich durch die Lehmpisten außerhalb der Hauptstadt Kathmandu. Was für Außenstehende nach purem Chaos aussieht, ist in Wirklichkeit von Rücksichtnahme und Gelassenheit geprägt.

Für ein Schulprojekt der Jürgen-Wahn-Stiftung war FERNFAHRER-Leser Meinolf Schwefer in Nepal unterwegs. Auf der Fahrt von der Hauptstadt Kathmandu nach Devighat, wo die Stiftung ihre vierte Grundschule eröffnet hat, begegnete der Soester allerlei Fahrzeugen – vom Lastenrad über unzählige Mopeds, "Tuk Tuks", Pick-ups und Kleinbusse bis hin zu bunt geschmückten „Jingle Trucks“.

Auf dem Land nur Lehmpisten

„Die Straßen waren katastrophal“, erinnert er sich, „übervoll und in einem schlechten Zustand.“ Abseits der großen Verkehrsachsen wühlen sich Autos und Lastwagen durch reine Lehmpisten. „Für 13 Kilometer braucht man dann schon mal anderthalb Stunden.“ Langsam werde die Infrastruktur zwar besser, aber in den weit von Kathmandu entfernten Landesteilen sei noch keine Besserung in Sicht.

Der Verkehr fließt

In den Städten herrscht ein buntes Gewimmel, überall Fußgänger, Mopeds und Autos. „Für uns sieht es nach purem Stress aus, doch der Verkehr fließt und jeder nimmt Rücksicht. Gehupt wird nur vor dem Überholen, nicht aus Frust“, erzählt Schwefer.

Rollende Herstellergeschichte

Was die Nutzfahrzeuge betrifft, dominieren ältere Baureihen des indischen Herstellers Tata das Straßenbild. Anhänger oder gar Auflieger sucht man vergebens. Wahrscheinlich kommen die Motorwagen nur solo durch Matsch, Lehm und enge Passstraßen, besonders in der Regenzeit. Unter den Lastwagen jüngeren Baujahrs sind auf den ersten Blick einige Ford Cargo zu erkennen – dabei handelt es sich jedoch um den „Ecomet“ von Ashok Leyland. Der indische Nutzfahrzeughersteller gehörte von 1987 bis 2006 zu Iveco, die Übernahme fiel in die Zeit, in der Iveco auch die Ford-Cargo-Produktion übernommen hatte. Vergleichsweise modern muten auch die Kipper von Eicher Motors an, einem indischen Hersteller, der einst zum bayerischen Landmaschinenhersteller Eicher gehörte und heute ein Joint Venture mit Volvo unterhält.

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