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E-Lkw beweist sich als Gipfelstürmer Gebrüder Weiss holt sich den Weltrekord

Gebrüder Weiss Peak Evolution Team in Chile Foto: Gebrüder Weiss/Anna Pocinska 8 Bilder

Das Gebrüder Weiss Peak Evolution Team erreicht neuen Höhenweltrekord für Elektrofahrzeuge am Ojos del Salado in Chile. Welche Herausforderungen es dabei für die Gipfelstürmer zu meistern gab.

Gebrüder Weiss ist als Logistikpartner und Hauptsponsor des „Gebrüder Weiss Peak Evolution Teams“ in Chile an den Start gegangen. Ziel war nichts weniger als ein Weltrekord. Um genau zu sein, der Höhenweltrekord für Elektrofahrzeuge. Dafür galt es, den Vulkan Ojos del Salado mit dem Lkw zu bezwingen.

Von der Schweiz über Rotterdam nach Chile

Die Mission Vulkan-Besteigung begann vor zwei Monaten: Gebrüder Weiss transportierte den E-Lkw von der Schweiz über Rotterdam und anschließend per Seefracht nach Chile. Ein weiterer Landtransport brachte den Solar-Lkw in die Region Atacama. Am Salzsee Maricunga auf 3.400 Meter Höhe startete das Peak Evolution Team mit ersten Erkundungstouren und dem Akklimatisieren am Berg. Denn das extreme Gelände und die klimatischen Konditionen des höchsten Vulkans der Erde stellen nicht nur das Hightech-Fahrzeug auf die Probe, sondern setzten auch das Team äußersten physischen und psychischen Belastungen aus.

Entwickler-Team auf Rekord-Jagd

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„Trotz dieser extremen Bedingungen ist es gelungen, mit unserem eigens entwickelten Fahrzeug höher zu fahren als je ein E-Fahrzeug – ganz zu schweigen von einem solarbetriebenen“, erklärt Patrik Koller, Vorstand und Entwickler bei Peak Evolution. „Seit vier Jahren haben wir für diesen Moment trainiert, Aufgeben war nie eine Option.“ Ende November erreichten die drei Abenteurer den ersten Meilenstein: Mit dem Übertreten der 6.000-Meter-Marke brachen sie den Rekord für Elektrofahrzeuge. Eine Woche später erreichen sie 6.500 m Meereshöhe – den absoluten Rekord ihrer Mission. Ausschließlich mit Sonnenkraft erreichten sie den Westkamm des Ojos del Salado, des höchsten Vulkans der Erde. Mit dem Weltrekord im Gepäck geht es für das Peak Evolution Team nun zurück in die Schweiz. Gebrüder Weiss kümmert sich darum, dass auch das Rekordfahrzeug sicher zurück nach Europa gelangt.

Das Expeditionsfahrzeug

Das Expeditionsfahrzeug ist auf Basis eines konventionellen Mehrzweck-Transporters mit Verbrennungsmotor von Aebi Schmidt aufgebaut. Es wird von zwei Elektromotoren mit einer Leistung von je 120kW angetrieben. Das Getriebe wurde in der Effizienz verbessert und auf den elektrischen Antrieb optimiert. Damit lassen sich laut den Entwicklern die Leistungsdaten der Dieselvariante deutlich übertreffen. Die Energie wird in einer Batterie mit 90kWh Kapazität gespeichert. Für die geplante Markteinführung des Fahrzeugs lässt sich die Batteriekapazität je nach Anforderung auf bis zu 120 kWh skalieren. Nebst der Elektrifizierung des Antriebsstranges wurden verschieden Anpassung am Fahrwerk des Fahrzeuges für mehr Bodenfreiheit und bessere Traktion vorgenommen. Ebenso wurde ein Spezialaufbau im Leichtbauverfahren entwickelt und gebaut. Dieser dient für den Transport der gesamten Ausrüstung und als Rückzugsort für das Team bei schlechter Witterung.

Die Solaranlage

Da sich der Ojos del Salado 300 Kilometer abseits der Zivilisation befindet, musste das Fahrzeug mit Sonnenenergie versorgt werden. Dafür sind 8 Quadratmeter große PV-Module für die permanente Versorgung fix auf dem Dach verbaut. Des Weiteren sorgen zusätzliche 28 Quadratmeter PV-Module, welche mobil während den sonnenreichen Stunden ausgelegt werden, für Energie. Die Gesamtleistung der Anlage mit PV-Modulen beträgt 7.4 kWp. Damit können in 5 Stunden rund 150 Kilometer Reichweite generiert werden.

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