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Existenzkrise in der Fahrzeuglogistik

Chipmangel schlimmer als Covid-Pandemie

Who is who 2018 Foto: Fotolia/iCreations.de

Der Chipmangel bedroht Fahrzeuglogistiker offenbar in ihrer Existenz. Ihr Verband ECG fordert Unterstützung von der Autoindustrie.

„Die Lagerbestände gehen gegen Null, die Volumina sind dramatisch gesunken, Fabriken werden ohne Vorankündigung geschlossen, unausgewogene Warenströme zerstören die Effizienz und damit die Rentabilität“, betont der Verband. Das Ergebnis seien leere Höfe und Werkstätten, ungenutzte und nicht ausgelastete Autotransporter, Züge und Schiffe. Eine Planung sei unmöglich.

Krise verheerender als Corona-Pandemie

Der weltweite Mangel an Mikrochips verursache eine noch verheerendere Krise als die Covid-Pandemie, aber es gebe keine staatliche Unterstützung. Die Reserven der Unternehmen seien in den vergangenen 18 Monaten aufgezehrt oder vernichtet worden, da der Sektor geschätzt 4,5 Milliarden Euro an Umsatz verloren habe. Die ECG ruft die Autobauer deshalb auf unter anderem Bonus-Malus-Leistungsmaßnahmen auszusetzen und Ausschreibungen zu verschieben, bis sich die Märkte wieder einigermaßen stabilisiert hätten.

„Das Problem ist nicht die mangelnde Planungskompetenz der Unternehmen, sondern die Tatsache, dass andere Branchen um die Halbleiterprodukte konkurrieren und die weltweite Nachfrage das Angebot auf absehbare Zeit übersteigt“, sagte ECG-Präsident Wolfgang Göbel. Infolgedessen komme es im Automobilsektor in kürzester Zeit zu enormen Mengenschwankungen, die eine Kapazitätsplanung nahezu unmöglich machten.

Autobauer engen Planungsspielraum ein

Langfristige Verträge mit den Kunden der Automobilindustrie engten zudem den operativen Planungsspielraum ein. Von den Herstellern würden genauere Informationen zur Produktion in Echtzeit, aber auch zu Durchlaufzeiten und Versandhäufigkeit gebraucht, um erhebliche Mehrkosten zu vermeiden, die von ihnen nicht ausglichen würden.

Die ECG-Mitglieder repräsentieren nach Verbandsangaben 80-85 Prozent des Fertigfahrzeugsektors in Europa. Dazu gehören unter anderem auch Anhängerhersteller, IT-Unternehmen und Inspektionsfirmen. Laut ECG erwirtschaften sie einen Gesamtumsatz von rund 23 Milliarden Euro, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die mit der Branche verbundenen Unternehmen werden auf 60 Milliarden Euro geschätzt. Mehr als 145.000 Europäer seien direkt in der Fahrzeuglogistikbranche beschäftigt, weitere 300.000 indirekt.

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