EBB Truck-Center

Mit DAF auf der Erfolgsspur

Foto: EBB Trucks 10 Bilder

Das EBB Truck-Center ist Vertragswerkstatt für DAF Trucks und bietet ein umfassendes Serviceprogramm. Erstmals haben zwei junge Frauen ihre Ausbildung in der Werkstatt begonnen.

Zu den Leistungen des EBB Truck-Centers gehören alle üblichen Reparaturen und Wartungen an Lkw, Anhängern und Aufliegern sowie die periodischen Prüfungen. Ein Ersatzteil- und Zubehörservice sowie ein 24-Stunden-Pannendienst runden die Leistungen des Heilbronner Unternehmens ab. Spezialisiert ist die Werkstatt auf DAF-Fahrzeuge sowie auf Auflieger von Stas und Schwerlast­anhänger von Nooteboom. Das EBB Truck-Center wartet und repariert aber auch ­andere Fabrikate.„Wir sind in der Werkstatt 19 Kollegen“, sagt Werkstattleiter Joachim Bessler. Er selbst kümmert sich um die Verwaltungsaufgaben. Zwei Meister sind im operativen Geschäft tätig, zehn Mechaniker führen die Arbeiten an den Fahrzeugen durch.

EBB bildet die ersten Frauen zur Kfz-Mechatronikerin aus

Auch für Nachwuchs ist gesorgt: Fünf junge Menschen erlernen in der Werkstatt das Kfz-Mechatronikerhandwerk. Sechs der zehn Mechaniker sind darüber hinaus im Pannendienst tätig. „Wir verzeichnen jedes Jahr rund 240 Pannenfälle, die Hälfte davon passiert nachts“, erläutert Bessler. Die Werkstatt verfügt über sieben Bahnen. Drei sind 40 Meter lang, vier haben eine Länge von 22 Metern. Eine der Bahnen ist ausschließlich für neue DAF-Fahrzeuge reserviert. Dort bekommen sie kunden­individuelle Anpassungen. Zwei Fünf-­Tonnen-Hallenkräne sind in der Werkstatt installiert, um schwere Lasten zu heben. Zu den Kunden von EBB gehören große Speditionen ebenso wie viele mittelständische und kleinere Betriebe. Auch Bauunternehmen bringen ihre Fahrzeuge zu EBB. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 16 Uhr. Die Mechaniker arbeiten in zwei Schichten, die erste beginnt um 7.30 Uhr, die zweite zwei Stunden später. Über zwei seiner Azubis freut sich Bessler besonders: Mit Linda Burkhardt und Christhyl Roth haben im September erstmals junge Frauen die Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin bei EBB begonnen. „Ich bin handwerklich sehr interessiert“, sagt die 20-jährige Linda Burkhardt. Sie hatte zuvor zwar keine Erfahrungen mit der Nutzfahrzeugbranche, konnte aber bei einem Praktikum den Betrieb kennenlernen und bewarb sich daraufhin. „Wir sind bisher sehr zufrieden mit beiden“, lobt Bessler.

Von den männlichen Kollegen im Team seien sie gut aufgenommen worden. Die körperliche Arbeit sei kein Problem für Frauen, es gebe jede Menge Hilfsmittel. „Und notfalls helfen die Kollegen“, sagt er. Bessler fördert seine neuen Mitarbeiterinnen nach Kräften. Seinem Team stehe die Bürotür immer offen. „Die Kollegen können gerne kommen, wenn sie ein Anliegen haben, ganz gleich, ob fachlich oder persönlich“, betont er.Der Werkstattleiter ist seit 2011 bei EBB. „Ich hatte in meinem ganzen Berufsleben mit Nutzfahrzeugen zu tun“, erzählt der 53-Jährige. Er stammt aus einer Speditions­familie, machte eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und absolvierte anschließend die Meisterschule. In einem Autohaus war er Werkstattmeister gewesen, ehe er sich mit einer freien Nfz-Werkstatt selbstständig machte. Nach elf Jahren Selbstständigkeit wechselte er zu EBB. „Ich stehe mit Herz und Seele zu Nutzfahrzeugen und fühle mich der Marke DAF verbunden“, berichtet Bessler.Ein klares Bekenntnis zu DAF legt auch Claus Karsch ab. „Einen Mehrmarkenbetrieb wird es bei uns für die ziehenden Einheiten nicht geben“, sagt er.

Die Azubis sind hier "Truck Heroes"

Karsch ist einer von fünf Geschäftsführern bei EBB und verantwortlich für den Aftersales-Bereich innerhalb der EBB-Gruppe. Dazu gehören derzeit vier Standorte, ein fünfter befindet sich im Aufbau. Neben Heilbronn ist EBB auch in Baden-Baden, Korntal-Münchingen sowie Dettingen unter Teck vertreten. Am neuen Standort in Riegel am Kaiserstuhl soll der DAF-Service 2020 starten. Dort hat die Gruppe zudem Zikun Fahrzeugbau erworben, ein Unternehmen, das auf Aufbauten für Getränkefahrzeuge sowie Sonder- und Spezialfahrzeuge ausgerichtet ist. Alle Standorte liegen an Autobahnen. An den fünf Standorten sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Einzelne Standorte übernehmen übergreifende Aufgaben für die anderen. So ist in Baden-Baden die Verwaltung der Gruppe angesiedelt. Aus Heilbronn wiederum wird der Vertrieb ­gesteuert. Rund 800 neue DAF-Lkw verkauft die EBB-Gruppe pro Jahr, hinzu kommen 150 gezogene Einheiten und 150 Gebrauchtfahrzeuge. Damit gehört die EBB-Gruppe nach Umsatz zu den drei größten DAF-Händlern in Deutschland. Sowohl Geschäftsführer Karsch als auch Werkstatt­leiter Bessler betonen die Vorteile der Zusammenarbeit mit DAF. „Im Gegensatz zu anderen Herstellern setzt DAF ausschließlich auf private Händler, was uns sehr entgegenkommt“, sagt Karsch. Bessler schätzt die kurzen Wege zu DAF.

Seine Leistungsfähigkeit hat der Heilbronner Betrieb immer wieder unter Beweis gestellt. „Zweimal hintereinander, 2018 und 2019, hat EBB den DAF Dealer Excellence Award als Gesamtsieger ge­wonnen“, sagt Marketingleiter Andreas Hölle. Große Anstrengungen unternimmt er in Zusammenarbeit mit dem Leiter für Personalentwicklung, um Nachwuchs zu gewinnen. Bei EBB seien die Azubis „Truck Heroes“. Jeder Auszubildende bekommt T-Shirts mit dem Aufdruck, und alle Aktivitäten rund um die Azubis laufen unter dieser Bezeichnung. In Marketingkam­pagnen lässt Hölle die jungen Menschen selbst von ihrer Ausbildung bei EBB berichten, auch an Messen wie der Nufam oder Ausbildungsmessen nehmen sie teil. „Niemand kann besser junge Menschen von einer Ausbildung bei EBB überzeugen als unsere Azubis“, sagt Hölle.

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