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E-Commerce-Studie

Retouren kommen Händler teuer zu stehen

Zalando, Schrei Foto: Zalando

Mit dem E-Commerce steigen die logistischen Herausforderungen. Die EHI-Studie "Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2016" bringt hier Licht ins Dunkel. 

09.11.2016 Carsten Nallinger

Das Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel EHI Retail Institute hat 112 Onlinehändler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Anforderungen und Trends im Versand- und Retourengeschäft befragt.

Für einen reibungslosen Ablauf von Versand, Lieferung und Retouren sind effiziente und vernetzte IT-Systeme eine wichtige Voraussetzung. Hier sehen sich laut der Studie viele Onlinehändler auf einem guten Weg. Sorgen bereitet allerdings die Retourenquote. Bei 65 Prozent der befragten Händler liegt diese bei bis zu zehn Prozent. Jeweils rund zehn Prozent der Shops weisen eine Retourenquote von bis zu 20, bis zu 30 beziehungsweise bis zu 50 Prozent auf. Drei Prozent der Händler bekommen zu 60 Prozent zurückgeschickt. Große Unterschiede gibt es hier zwischen den Sortimenten. Die meisten Retouren kommen laut der EHI-Studie aus dem Bereich Fashion und Accessoires. 

Durchschnittlich zehn Euro Retourenkosten

Im Durchschnitt fallen für jeden zurückgesandten Artikel Kosten von rund zehn Euro an, bei wenigen Händlern liegen die durchschnittlichen Rücksendungskosten bei mehr als 50 Euro pro Artikel. Um Retouren langfristig zu vermeiden, plane ein Großteil der Händler (80 Prozent) als wichtigste Maßnahme noch detailliertere Produktinformationen im Onlineshop. 

Händler, die ihre Produkte über mehrere Kanäle vertreiben, können sich entweder für eine separate oder für eine integrierte Logistik entscheiden. Fast drei Viertel (72 Prozent) führen hier die Kommissionierung der Onlineartikel im selben Verteilzentrum durch wie die Artikel, die sie über den stationären Kanal vertreiben. Der gesamte Bestand wird für die optimale Versorgung aller Vertriebskanäle genutzt. Dadurch können Bestände verringert und die Artikelverfügbarkeit erhöht werden, heißt es.

Mehr als 60 Prozent der Befragten können Stand heute innerhalb von 24 Stunden oder schneller liefern. Künftig soll es noch schneller werden. 36 Prozent möchten innerhalb der nächsten drei Jahre die Lieferung am selben Tag der Bestellung anbieten, aktuell ist dies bei zehn Prozent der Händler möglich. Die Belieferung innerhalb von ein bis zwei Stunden streben zukünftig zwölf Prozent an, aktuell sind es lediglich drei Prozent. 

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