Der neue Iveco S-Way (2019)

Stralis-Nachfolger feiert Premiere

Iveco S-Way (2019) Foto: Iveco 41 Bilder

Der Stralis hat ausgedient. Ab sofort hört die schwere Klasse von Iveco auf den Namen S-Way. Der Neue fällt vor allem optisch auf – und mit zwei schicken Sondermodellen. Update: Auf dem Truck-Grand-Prix haben wir den neuen Lkw auch im Bewegtbild festgehalten. Hier geht's zum Video.

Im S-Way lebt ein großer Teil der Stralis-Technik weiter. Er trage, so Iveco, alle Vorteile der vorhergehenden Generationen weiter in die neue Baureihe. Bedeutet Klartext: Beim Antriebsstrang bleibt alles beim Alten. Laut Iveco sitzt auf dem Fahrgestell aber eine komplett neu designte Kabine, bei der sich alles um die Anforderungen der Fahrer und Halter dreht. Wobei hier nur die Beplankung und Lichter neu sind. Der Kabinenrohbau ist der gleiche wie zuvor, sitzt aber zehn Zentimeter höher als zuvor, weswegen der Motortunnel abschmilzt, aber nicht ganz verschwindet. Dafür gibt's ein neues Dach, das für etwas mehr Platz in den Stauräumen vorne über Kopf sorgt. Im Innenraum drückt das die dem Fahrer zugewandte Cockpit-Einheit aus. Auch diese ist im Wesentlichen eine Konstante. Jedoch hat Iveco die Materialien etwas angepasst und hie und da eine Chromspange aufgesetzt. Die Bedienelemente sind bis auf das Lenkrad, das nun mehr Bedienelemente vereint, wohl bekannt. Im Vergleich zum neuen Mercedes Actros wirkt das Design noch recht analog. Kameras statt Spiegeln sucht man auch vergeblich.

Die Veränderungen in der Kabine sind also mit der Lupe zu suchen. Iveco hat nach eigenen Angaben am grundsätzlichen Schnitt der Hütte angesetzt und will dem Fahrer beim S-Way eine bessere Sicht bieten. Der Sitz ist etwas höher positioniert. Gleichzeitig senke die verbesserte Aerodynamik den Kraftstoffverbrauch um bis zu vier Prozent. Neben dem niedrigeren Verbrauch senkt Iveco mit einem Trick, der schon aus dem neuen Daily bekannt ist die Total Cost of Ownership: Die Frontschürze samt Stoßfänger ist mehrteilig ausgeführt. So muss die Werkstatt im Zweifel auch nur den Bereich ersetzen, der tatsächlich von einem Schaden betroffen ist.

Per Connectivity-Modul voll vernetzt

Mit an Bord ist zudem, auch schon bekannt aus dem Daily, die Iveco Connectivity Box. Sie sammelt, verarbeitet und übermittelt Daten in Echtzeit und basiert auf der Microsoft Azure-Technologie. Die eingesammelten Daten nutzt Iveco unter anderem, um die Laufzeiten der Fahrzeuge zu verlängern, indem das System anstehende Reparaturen schon im Vorfeld erkennt und in ohnehin notwenige Werkstattaufenthalte eintaktet. Die Daten, dazu zählen natürlich auch Positionsdaten und Co., kann der Halter entweder online oder per App auch selbst abrufen. Das Ganze geschieht über die MyIveco-Plattform. Auf das kostenlose Basis-Paket setzt Iveco noch kostenpflichtige Premium-Dienste auf wie eine professionelle Fahrerschulung.

Neben den bekannten Dieselmotoren mit Leistungen ist der S-Way weiterhin auch mit dem ebenfalls arrivierten Erdgas-Antriebstrang (CNG und LNG) zu haben. Der Iveco S-Way Natural Power bietet dank LNG-Technik je nach Tankkonfiguration eine Reichweite von bis zu 1.600 Kilometer und leistet 460 PS.

Neue Sondermodelle zum Start

Neben der neuen Baureihe an sich zeigt Iveco am Produktionswerk in Madrid gleich zwei Sondermodelle des neuen S-Way, die beide auch auf dem Truck-Grand-Prix am Nürburgring zu sehen sein werden. Dort und bei den folgenden Truck Races will Iveco in Kundenworkshops weiteres Feedback aus erster Hand sammeln. „Bei der Entwicklung unserer Produkte verfolgen wie einen kunden- und fahrerorientierten Ansatz: Sie nehmen an unseren Feldtests teil und geben uns mit ihren Erkenntnissen und Rückmeldungen Orientierung“, sagt Gerrit Marx, Präsident Nutz- und Spezialfahrzeuge bei Iveco. „Mit diesen Konzepten möchten wir gemeinsam mit den Fahrern und Eigentümern diese aussagekräftigen Fahrzeuge entwickeln und vor allem möchten wir sie in einen Dialog über ihre Arbeit einbinden, um die nächsten Lastkraftwagen genau auf ihre Bedürfnisse und Wünsche abzustimmen.“

Fit Cab für Fahrerfitness - Magirus feiert Historie

Der Iveco Fit Cab stellt den Komfort und die Leistungsfähigkeit des Fahrers in den Mittelpunkt. Während der Pausen mutiert der S-Way dann zum Fitnessstudio auf Rädern. Auch das hat man bei anderen Herstellern schon gesehen. Spezielle Haken und Verankerungspunkte nehmen außen am Lkw speziell entworfenes Zubehör auf. Auch die vordere Trittstufe dient als Trainingsgerät. Im Innenraum können die Fahrer an einer in die Wand integrierten Multidirektionalrolle, einer Klimmzugstange an der Decke oder an einem Paket aus Widerstandsbändern und Gewichten trainieren. Dazu kommt eine sportliche Lackierung mit roten Akzenten.

Das zweite Sondermodell ehrt die Geschichte der Marke. Der Iveco Magirus trägt dazu verschiedene Elemente der ursprünglichen Marke, wie das stilisierte Ulmer Münster oder die zweifarbige Lackierung mit Chromdetails. Den Innenraum hat Iveco mit Leder samt schmucker Ziernähte und Schaltern und Hebeln aus Metall aufgehübscht. Dazu kommen noch einige weitere Optionen, um den S-Way zu individualisieren. Über eine Produktion der Sondermodelle wird nach dem Kundenfeedback entschieden.

Nach den Werksferien wirft Iveco die Produktionsbänder an und der erste völlig serienmäßige S-Way rollt zum Händler.

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