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Dekra analysiert Unfallstatistik 2017

Unfallforscher: Transporterfahrer gefährdet

Laut der Unfallstatistik für 2017 ist die Zahl der Verkehrstoten zwar zurückgegangen. Die Experten der Deakra Unfallforschung haben aber herausgefunden, dass bei Unfällen mit Transportern ein Drittel mehr Menschen ums Leben kamen.

Demnach weist die vorläufige Unfallstatistik des Statistischen Bundesamts für 2017 insgesamt einen Rückgang der Zahl der Verkehrstoten auf. Allerdings gab es in den Monaten Januar bis November eine starke Zunahme bei getöteten Insassen von Güterkraftfahrzeugen. Laut den Experten der Dekra Unfallforschung zeigt sich bei genauer Betrachtung der Zahlen, dass die Zunahme vor allem die Insassen leichter Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen, also von Transportern, betrifft.

Bei den Insassen von Güterkraftfahrzeugen verzeichnet die Statistik demnach für die ersten elf Monate des Jahres 2017 insgesamt 149 Getötete, das ist ein Plus von 30 Getöteten oder 24,2  Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. „Wenn man die Kategorie Güterkraftfahrzeuge aufschlüsselt, sieht man: Bei Insassen von Lkw über 3,5 Tonnen ist die Zahl der Getöteten um vier gesunken, bei Insassen von Sattelzugmaschinen um drei gestiegen. Gleichzeitig weist die Statistik für die Insassen von leichten Nutzfahrzeugen einen Zuwachs um 31 Getötete aus“, so Dekra-Unfallforscher Walter Niewöhner. „Das bedeutet: Die Zunahme bei getöteten Insassen von Güterkraftfahrzeugen spielt sich praktisch ausschließlich im Bereich der Transporter ab.“

Rückgang der Unfälle bei schweren Nutzfahrzeuggruppen

Auch wenn nicht die Insassen betrachtet werden, sondern die Zahl der Getöteten insgesamt bei Unfällen mit Beteiligung von leichten beziehungsweise schweren Nutzfahrzeugen, zeigt sich ein ähnliches Bild: Von Januar bis November 2017 kamen 220 Menschen bei Unfällen mit Transportern ums Leben – das sind ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig gibt es bei Unfällen mit schweren Lkw sowie mit Sattelzugmaschinen jeweils einen Rückgang der Zahl der Getöteten um rund fünf Prozent. Insgesamt starben bei Unfällen mit beiden schweren Nutzfahrzeuggruppen zusammen bis Ende November 28 Personen weniger als im selben Zeitraum 2016.

Mit Abstand die meisten Todesopfer auf den Straßen gibt es nach wie vor bei Unfällen mit Pkw. Die Gesamtzahl lag hier in den ersten elf Monaten 2017 hier bei 2.098 Getöteten, das sind 146 (oder rund sieben Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum 2016. „Der deutliche Rückgang in diesem Bereich deutet auf die immer weiter verbesserte aktive und passive Sicherheit der Pkw hin“, so der Dekra-Experte.

Bemerkenswert ist aus Sicht der Dekra Unfallforscher, dass im Zeitraum Januar bis November 2017 insgesamt 72 Menschen bei Unfällen unter Beteiligung von landwirtschaftlichen Zugmaschinen ums Leben kamen. Das sind rund 2,4 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland. „Wichtig ist hier wie bei den anderen ausgewerteten Zahlen, dass wir neutral von Unfallbeteiligten sprechen. Das sagt nichts darüber aus, welcher Beteiligte den Unfall hauptsächlich verursacht hat“, so Dekra-Unfallforscher Niewöhner.

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