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Allianz pro Schiene

Deutschland tut zu wenig für Bahn und Schiffe

Kombiverkehr Foto: Matthias Rathmann

Die EU will den Straßengüterverkehr auf Eisenbahn und Schiff verlagern. Laut der Allianz pro Schiene hinkt Deutschland hier zu sehr hinterher.

06.10.2014 Markus Bauer

Das Ziel aus Brüssel laute "30 Prozent des Straßengüterverkehrs über 300 Kilometer bis 2030 auf andere Verkehrsträger wie Eisenbahn- oder Schiffsverkehr" zu verlagern. Laut den neuesten Zahlen der EU-Statistiker (eurostat), so die Allianz pro Schiene, können diese Verkehrsträger EU-weit Marktanteile gewinnen, zu Lasten des Straßengüterverkehrs. "Während sich der Güterverkehr EU-weit langsam auf die umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff und Güterbahn verlagert, wächst in Deutschland dagegen weiterhin der Lkw-Verkehr. Das ist eine traurige Fehlentwicklung", sagt Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege.

In der EU haben Binnenschiffe und Güterbahnen ihren Marktanteil demnach zwischen 2007 und 2012 um 0,9 Prozentpunkte auf 25,5 Prozent ausgebaut. Im selben Zeitraum sei ihr Marktanteil in Deutschland jedoch um einen Prozentpunkt gesunken. Deutschland liege aktuell bei einem Wert von 29,7 Prozent auf Platz 13. Spitzenreiter ist Lettland mit 84,3 Prozent. Die Schlusslichter sind Irland mit 1,1 und Griechenland mit 1,5 Prozent, wobei Griechenland im Beobachtungszeitraum zudem einen Rückgang um 1,8 Prozentpunkte verzeichne. "Mit der geplanten Senkung der Lkw-Maut bei gleichzeitig steigender Kostenbelastung der elektrisch betriebenen Güterbahnen durch eine höhere EEG-Umlage ist Deutschland dabei, die Fehlentwicklung fortzuschreiben", sagt Flege. Ein Signal, wie das EU-Ziel erreicht werden könne, habe die große Koalition in dieser Legislaturperiode noch nicht gesetzt.

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