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Transportwelt: Gutes Zeugnis für den Schienengüterverkehr

Der Straßengüterverkehr hat zwar mit 80 Prozent Anteil auf dem Transportmarkt nach wie vor die Nase vorn. Europäische Logistikunternehmer setzen allerdings auch auf die Schiene. 75 Prozent von ihnen sind mit der Qualität des Schienengütertransports sehr zufrieden oder zufrieden. Das ergab eine Umfrage des Unternehmens Booz & Company. Dabei wicklen die befragten Unternehmen im Schnitt 48 Prozent ihres jährlichen Transportaufkommens über die Schiene ab. Für 58 Prozent der Entscheider sind pünktliche Liefertermine von Bedeutung. 55 Prozent entschieden sich für den Preis als wichtigstes Kriterium bei der Auswahl des Schienenfrachtanbieters. Die Transportzeit und die Netzabdeckung rangieren in der Umfrage auf 44 beziehungsweise 42 Prozent. Für 37 Prozent ist Qualität der Auftragsabwicklung und die Flexibilität der verfügbaren Kapazitäten wichtig. Unpünktlichkeit empfinden 38 Prozent der Befragten als Hauptproblem. Mangelnde Qualität und zu wenige Güterwaggons sind für 35 beziehungsweise 28 Prozent der Logistiker ein Nachteil. Mehr als die Hälfte von ihnen sehen Engpässe auf den Nord-Süd- und auch auf den Ost-West-Strecken. Trotz Kritik wollen nach Angaben von Booz & Company rund 40 Prozent der Entscheider in den nächsten zwölf Monaten ein Zehntel mehr Transporte auf die Schiene verlagern. Rund die Hälfte der Studienteilnehmer befürchten allerdings, dass die heutige Schienentransportkapazität nicht für die steigende Nachfrage ausreichen werde. Der Marktanteil der Schiene am gesamten Frachtverkehr liegt in Deutschland nach Angaben des Beratungsunternehmens Booz und Company bei 17 Prozent, in Europa bei 15 Prozent. An der Umfrage nahmen europaweit 70 Logistikunternehmen teil.

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Datum

2. Oktober 2008
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