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EPAL tauscht keine UIC-Paletten mehr: Zoff um gefälschte Paletten führt zum Eklat

Ab dem 1. Mai 2017 akzeptiert die European Pallet Association (EPAL) keine UIC/EUR-Paletten mehr. Der Vorstand von EPAL habe einstimmig beschlossen, die entsprechende Vereinbarung Rail Cargo Austria (RCA) – geschäftsführende Bahn der UIC-Arbeitsgruppe – zum 1. Mai dieses Jahres zu kündigen.

EPAL begründet diese Entscheidung eigenen Angaben zu Folge mit wesentlichen Mängeln in der Organisation des Tauschpools seitens UIC in den Bereichen Qualitätssicherung und Bekämpfung des Imports von gefälschten Paletten. "EPAL vermag nicht länger zu gewährleisten, dass UIC/EUR-Paletten den Anforderungen entsprechen, die Industrie, Handel und Logistik zu Recht an die Qualität und die Sicherheit von EPAL Europaletten stellen", sagt Martin Leibrandt, CEO von EPAL. "Insbesondere der unkontrollierte Import von gefälschten UIC/EUR-Paletten gefährdet die Qualität und die Sicherheit des EPAL-Europalettenpools." Vornehmlich Osteuropäische Banden fälschen demnach verstärkt UIC/EUR-Paletten, da das Fälschen von EPAL-Paletten riskant geworden sei.

Seit Beginn der Tauschvereinbarung 2014, so EPAL, habe UIC keine Maßnahmen ergriffen, die mit den Schutzmaßnahmen von EPAL vergleichbar seien. Daher gebe es keine Alternative dazu, die Tauschvereinbarung zu beenden. Die Empfehlung, den Tausch von UIC/EUR-Paletten einzustellen, gilt zwar laut EPAL ab Mai 2017, jedoch räume man eine Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2021 ein. Diese beschränke sich jedoch auf Paletten mit EUR-Kennzeichnung, die bis zum 28. Februar 2017 unter Einhaltung der UIC-Merkblätter 435-2 und 435-6 hergestellt wurden. 

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ekom GmbH

Datum

1. März 2017
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