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Drohne war gestern: Start-up will per Mini-Roboter ausliefern

Die letzte Meile ist sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch oft der ineffizienteste Teil eines Transports. In der Vergangenheit waren darum immer wieder Fludrohnen im Gespräch. Der neueste Vorstoß eines Start-ups sieht hingegen kleine autonom-fahrende Roboter vor.

Hinter dem neuen Unternehmen namens Starship Technologies verbergen sich die Skype-Mitbegründer Ahti Heinla und Janus Friis. Sie haben ein Lieferfahrzeug entwickelt, dass eigenen Angaben zu Folge drei Nullen zum Ziel hat: null Kosten, null Wartezeit und null Umweltbelastung. Das Mini-Fahrzeug fasst laut Hersteller zwei durchschnittliche Einkaufstüten. Der Roboter liefert in einen Umkreis von fünf bis 30 Minuten um ein örtliches Hub oder Geschäft aus. Dabei verspricht Starship zehn bis 15 mal geringere Kosten als bei bisherigen Alternativen für die letzte Meile. Händler können ihre Waren gesammelt an diese Hubs liefern. Die Roboterflotte übernimmt dann die Lieferung bis zur Haustür. "Während die E-Commerce-Sparte stetig wächst, erwarten die Kunden bequemere Lieferoptionen – aber auch zu einem Preis, der ihnen zusagt", sagt Heinla. "Die letzten paar Meilen sind oft für einen Großteil der gesamten Lieferkosten verantwortlich." Die Kosten, die der Starship-Roboter einspare, könne der Händler direkt an den Kunden weitergeben.

Präzise Lieferslots und Verfolgung in Echtzeit

Kunden biete man überdies kurze präzise Liefer-Slots. Die Ware kommt also dann an, wann es der Kunde will. Während der Auslieferung lässt sich der Aufenthaltsort des Roboters laut Starship in Echtzeit über eine mobile App verfolgen. Die App sei auch nötig, um den Frachtraum des Vehikels bei der Zustellung zu öffnen. Unterwegs ist der Laderaum verriegelt. Während der Fahrt sollen sich die Roboter sicher und unauffällig in die Umwelt integrieren. "Sie bewegen sich mit der niedrigen Geschwindigkeit von vier Meilen pro Stunde (rund 6,5 km/h) – also in zügigem Fußgängertempo. Sie fliegen nicht – das sind keine Drohnen", spezifiziert Heinla. Dabei soll sein Elektroantrieb nicht mehr Energie verbrauchen "als die meisten Glühbirnen". 

Roboter schaffen es alleine über die Straße

Die Roboter bewegen sich laut Hersteller auf den Gehwegen fort und passen sich dem Fußgängerverkehr an. Der sechsrädrige Roboter hat laut Starship sowohl eine Navigationssoftware als auch ein Ausweichsystem für Hindernisse an Bord. Damit könne er autonom fahren. Er wisse präzise, wo er sich befindet und kann zudem seine Geschwindigkeit anpassen und sogar sicher Straßen überqueren. 

Zusätzlich überwacht die Roboter aber auch ein menschlicher Steuermann, um jederzeit volle Sicherheit zu garantieren. Aktuell teste man Prototypen. Den ersten Feldversuch wolle man zusammen mit Partnern in den USA, Großbritannien und anderen Staaten noch 2016 starten. Eine Frage beantwortet der Hersteller indes nicht: Wie leicht lassen sich die Roboter unterwegs einfangen und wegtragen? Schließlich soll der Mini-Postmann nur maximal 20 Kilo auf die Waage bringen. Immerhin weiß der Operateur aber dank des integrierten GPS, wohin der kleine Krabbler verschleppt wurde. 

Ford Transit Custom

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Starship Technologies

Datum

26. Februar 2016
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